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Helmut Marko kritisiert Überreglementierung

Die Fahrer sollen sich selbst bestrafen

Helmut Marko & Sebastian Vettel - F1 2016 Foto: Wilhelm

Helmut Marko gehört zu dem Club, der die Überregelementierung im Motorsport kritisiert. Die Vorfälle beim GP Mexiko sind nach Meinung des Österreichers ein Paradebeispiel dafür, dass Strafen und stundenlange Diskussionen im Büro der Sportkommissare nicht funktionieren.

12.11.2016 Michael Schmidt 2 Kommentare

Helmut Marko hat die schlimmen Jahre des Motorsports selbst erlebt. Der 73-jährige Grazer fuhr in einer Zeit Formel 1 und Sportwagenrennen, als der Tod noch ein ständiger Begleiter war. Er gewann 1971 in einem Porsche 917 die 24 Stunden von Le Mans. Erst hinterher hat man ihm erzählt, dass das Chassis aus dem leicht entzündbaren Magnesium gefertigt war. In so ein Auto würde sich kein Fahrer der heutigen Generation mehr setzen.

Marko zählt zu den größten Kritikern der Regulierungswut im Motorsport. Seiner Meinung nach wären weniger Regeln mehr. Der GP Mexiko ist laut Marko das beste Beispiel dafür, dass Strafen und endlose Diskussionen im Raum der Sportkommissare den Sport beschädigen. „Die letzten vier Runden des Grand Prix waren doch die besten der ganzen Saison. Und über was sprechen wir? Strafen, Proteste, Einsprüche mit zwei Wochen Verspätung. So wird der Sport kaputtgeredet. Lasst doch die Fahrer fahren. Dann kommt auch guter Sport dabei raus.“

Streckenführung soll Abkürzen bestrafen

Das Problem beginnt für Marko schon mit der leidigen Diskussion über die Streckenlimits. „Wir brauchen eine Streckenführung, die denjenigen automatisch bestraft, der die Strecke verlässt. Kiesbetten, künstliche Schikanen in den Auslaufzonen wie in Monza, egal was. Dann brauchen wir nicht darüber reden, ob Hamilton oder Verstappen zurecht oder nicht zurecht bestraft wurden. Wenn da ein Kiesbett steht, kommt der Hamilton an sechster oder siebter Stelle wieder raus. Entweder, weil er zu viel Zeit verliert oder Dreck auf den Reifen hat.“

Auch die Diskussionen mit Fall Vettel gegen Ricciardo sind laut Marko ein Witz. Selbst wenn sie Ricciardo am Ende auf den dritten Platz geholfen haben. Marko war von Anfang an ein Gegner der Neu-Interpretation der Überholregeln. „Wir brauchen keine Regeln für Zweikämpfe. Die Fahrer sollen das unter sich ausmachen. Und wenn sie zu weit gehen, bestrafen sie sich auch selbst. Wer einen Unfall baut, kommt nicht ins Ziel. Ricciardo und Vettel sind das beste Beispiel. Sie haben sich durch ihren Zweikampf selbst bestraft, weil sie so weit hinter Verstappen gefallen sind, dass sie ihn nicht mehr einholen können. Beim nächsten Mal werden sie besser aufpassen. Man muss da nicht von außen eingreifen.“

Neuester Kommentar

Das was es In der F1 dringend braucht ist es, die interne Mercedesmeisterschaft in Zukunft zu vermeiden.
Das ist der Grund das die Formel eins mittlerweile Stinklangweilig geworden ist und viel zu viel Geld im Spiel ist ,das können sich nur mehr wenige Teams leisten und können dann nicht mehr mit den großen mitspielen .
Daher gehört in der oberen Etage der FIA aufgeräumt und junge Leute wie Wolff ,Horner, Wurz und Co, her dann wird's wieder interessant .Vielleicht noch der F1 Fuchs Lauda, aber er muss sich dann halt vom Mercedespulli trennen .Überhaupt ist Lauda bei Mercedes einer zu viel und genau er wäre für die FIA das beste Heilmittel.
Abgesehen davon ist die Formel eins für mich das Sinnbild für puren Motorsport und keine Entwicklungsformel ,das passt wohl viel besser zu den Langstreckenkategorien.

crepaz kurt 13. November 2016, 08:23 Uhr
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