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Hersteller lässt Mosley-Ultimatum kalt

Foto: Daniel Reinhard

FIA-Präsident Mosley will den fünf Herstellern BMW, Mercedes, Honda, Toyota und Renault zur Unterzeichnung der von 2008 an gültigen "Verfassung" eine Deadline bis Mitte April setzen. Zudem will er die Entwicklung der Motoren in den Jahren von 2008 bis 2010 einfrieren. Die Hersteller wollen nicht reagieren.

14.02.2006

Die Herstellervereinigung GPMA lässt die von Max Mosley gesetzte Frist zur Unterzeichnung des neuen Concorde Agreements der Formel 1 kalt. "Wir werden nicht darauf reagieren", sagte ein Sprecher der GPMA am Dienstag (14.2.).

Bei einem Treffen am 22. März will der Chef des Internationalen Automobilverbandes FIA die Hersteller mit einer Zehn-Tage-Frist zu einer schellen Entscheidung auffordern. Sollten sie diese nicht nutzen, würden sie ihr Startrecht bei der WM 2008 riskieren. Bislang bekannten sich bereits sechs der insgesamt elf Rennställe zu der neuen Formel-1-"Verfassung", darunter Ferrari als erster bereits vor über einem Jahr.

Budget von 100 Millionen Dollar

"Von 2008 an hat niemand weder das Recht noch die Pflicht der Meisterschaft beizutreten", wurde der FIA-Präsident von britischen Medien zitiert. Mosley, dessen Föderation insbesondere über das Reglement der Formel 1 zu befinden hat, nicht aber über die umstrittene Verteilung der Erlöse, begründete die Frist: "Dann können wir über die Verbesserungen der Regeln bis zur Deadline Ende Juni diskutieren."

Um potenziellen Neueinsteigern den Einstieg in die Königsklasse des Motorsport zu erleichtern, soll auch das bislang geforderte Sicherheitsdepot von 40 Millionen Euro entfallen. Als Budget-Obergrenze sollen 100 Millionen Euro pro Saison für ein Team ausreichen.

Motoren-Regeln eingefroren

Nun will Mosley auch noch, dass die Motoren bis 2011 nicht mehr verändert werden dürfen. So könnte eine Milliarde Euro pro Jahr in diesem Bereich eingespart werden, glaubt er. Mosley ist fest entschlossen, dies durchzuziehen. Für Aufsehen gesorgt hatte der Brite bereits mit seinem zuletzt gemachten Vorschlag, dass die Hersteller nicht mehr an den Erlösen der Formel 1 beteiligt werden sollten.

Ihn würde es nicht überraschen, "wenn einige plötzlich aus der GPMA austreten würden, sobald wir im nächsten Monat unsere Nennperiode eröffnen", sagte Mosley. Die Grand Prix Manufactures Association GPMA hatte nach einem Vorstoß von Formel-1-Chef Bernie Ecclestone, der erster Ansprechpartner in Sachen Concorde Agreement ist, aber bereits bestätigt, dass "wir uns in den Verhandlungen deutlich nach vorne entwickelt haben, wodurch die Chancen auf eine kurzfristige Einigung auch deutlich gestiegen sind". Ecclestone selbst hatte von einem möglichen Schulterschluss in dem Matchkampf noch vor dem Auftaktrennen am 12. März in Bahrain gesprochen.

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