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Hinterreifen zu heiß

Williams sucht Lösung für Reifenproblem

Massa & Bottas - Williams - GP Malaysia 2015 Foto: Williams 93 Bilder

Williams ist isoliert. Vorne fahren Mercedes und Ferrari ihr eigenes Rennen. Auch nach hinten zu Red Bull ist genug Luft. Der GP Malaysia deckte die Schwächen des Autos auf. Die Hinterreifen werden zu heiß.

09.04.2015 Michael Schmidt

Williams hat ein Etappenziel erreicht. Das Team hat in den ersten beiden Rennen des Jahres den dritten Platz im Konstrukteurspokal von 2014 bestätigt. Doch der Abstand zur Spitze ist größer als erwartet. In Malaysia fehlten Williams 70 Sekunden auf den Sieger. Das drückte auf die Stimmung, auch wenn Valtteri Bottas und Felipe Massa am Ende 18 Punkte auf das Teamkonto brachten.

Reifenproblem hat Priorität für Williams

Bottas schob den großen Rückstand auf die Reifen. "Ferrari hat es besser als alle anderen geschafft, die Hinterreifen in Schuss zu halten. Bei uns wurden die Hinterreifen heißer als erwartet. Das hat sich auf die Traktion ausgewirkt. Unsere große Aufgabe ist es, die Temperaturen der Hinterreifen in den Griff zu bekommen. Es wird noch mehr heiße Rennen in diesem Jahr geben."

Williams bringt neue Aerodynamikteile mit nach China. Doch das wird nicht reichen, wie Chefingenieur Rob Smedley ausführt: "Das Reifenproblem hat jetzt Priorität. Wir prüfen alles, was dazu beitragen kann. Aero-Balance, Setup, Bremstemperaturen, Schaltmanöver, Fahrbarkeit des Motors." Bei den Mercedes-Piloten hatte es zuletzt Klagen über das Ansprechverhalten des Motors gegeben. "Das ist sicher ein Punkt", wirft Bottas ein. "Je besser du die Power dosieren kannst, umso mehr schonst du die Reifen."

Eigentlich ist der Williams FW37 in allen Bereichen besser. "Er hat mehr Abtrieb, eine bessere Traktion, das Fahrwerk ist so ausgelegt, dass es die Hinterreifen eigentlich mehr schonen müsste. Deshalb kamen die Probleme in Malaysia etwas überraschend", gibt Bottas zu. Der GP China wird keine Antworten auf die vielen Fragen geben. Shanghai ist eine Strecke, die den Vorderreifen fordert. "Da sollten wir näher an Mercedes und Ferrari dran sein."

Ein Problem ist dagegen bereits gelöst. "Der Rücken macht keine Schwierigkeiten mehr. An die neue Sitzposition muss ich mich noch etwas gewöhnen. Beim Bremsen werden andere Muskeln beansprucht, weil die Beine anders angewinkelt sind."

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