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Hispania-Drohung

Kolles bläst Protest-Pläne ab

Kolles & Whiting Foto: Hispania 18 Bilder

Update ++ In der Startaufstellung von Barcelona liefen die Teamchefs wie aufgeschreckte Hühner hin und her. Es sickerte durch, dass Hispania nach dem Rennen ein Protest gegen alle Autos geplant hatte, die beim Gaswegnehmen den Motor weiter mit Benzin füttern oder auch nur Luft durch die Brennräume pumpen. Am Ende entschied sich HRT doch dagegen.

22.05.2011 Michael Schmidt

Ein möglicher Protest lag schon seit Donnerstag in der Luft. Hispania drohte unverhohlen damit, gegen alle Autos vorzugehen, die den Auspuff als Aerodynamikhilfe missbrauchen. Wäre der spanische Rennstall im Training an der 107-Prozent-Hürde gescheitert, hätte schon nach dem Abschlusstraining ein Protest gedroht.

Hispania sagte FIA-Verantwortlichen, dass man die neue Auspufflösung in der Fabrik gelassen habe in der Meinung, die Systeme, die dem Motor im Schleppbetrieb Benzin zuführen, seien ab sofort verboten. Stattdessen kündigte die FIA einen Aufschub bis zum 16. Juni an. Erst dann will der Weltverband in Absprache mit den Ingenieuren der Teams über ein Verbot entscheiden.

Protest gegen Gentlemens Agreement

Die FIA wies Kolles darauf hin, dass es seit Jahren in der Formel 1 ein Gentlemens Agreement gebe, wonach bei strittigen technischen Fragen schon am Donnerstag ein Misstrauensvotum eingereicht wird, um der Konkurrenz die Chance zum Umrüsten zu geben.

Hispania-Teamchef Colin Kolles gab trotzdem keine Ruhe, obwohl seine beiden Autos in der Startaufstellung standen. Kurz vor dem Start zum GP Spanien deponierte er bei Williams die Nachricht, dass er sich nach dem Rennen einen Protest überlege.

Am Ende entschied sich Kolles doch dagegen. Nach dem Ausfall von Tonio Liuzzi und dem letzten Platz von Narain Karthikeyan hatte ihn offenbar der Mut verlassen, die Ankündigung in die Tat umzusetzen. Außerdem lagen beide Virgin-Autos vor den HRT, die somit von einem erfolgreichen Protest mehr profitiert hätten.

Nur HRT, Virgin, Sauber und Force India legal?

16 Autos wären von einem Protest betroffen gewesen. Obwohl Williams wie Hispania Cosworth-Kunde ist, wären auch die blauweißen Autos bei einem Protest angreifbar. Williams benutzt die sogenannte "Cold Blowing-Methode". Dabei wird im Schleppbetrieb Luft durch die Brennräume gepumpt. Nur Hispania, Virgin, Sauber und Force India sind ohne den Auspufftrick gefahren.

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