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Hispania F112 für die Saison 2012

Die Bilder vom HRT-Shakedown

Hispania HRT F112 Barcelona Shakedown 2012 Foto: HRT 17 Bilder

HRT hat am Montag (5.3.) endlich die ersten Kilometer mit dem neuen Auto zurückgelegt. In einem Kampf gegen die Zeit kam der neue Hispania F112 am Ende immerhin noch auf zehn Runden. In Melbourne muss etwas mehr kommen.

06.03.2012 Tobias Grüner

Der Hispania F112 ist fertig. Endlich. Die schwere Geburt erreichte am Montag um kurz nach 13 Uhr den Circuit de Catalunya. Der Renner war zuvor mit großem Einsatz und Überstunden in der Fabrik im bayerischen Greding zusammengebaut worden. An der Strecke begann ein Rennen gegen die Zeit, um den Shakedown noch vor dem Feierabend zu absolvieren.

Um kurz nach 17 Uhr war es schließlich soweit. Narain Karthikeyan stieg in den neuen Hispania F112 und drehte die ersten Runden. Da der spanische Rennstall die offiziellen Testfahrten verpasste, lief der Rollout unter dem Deckmantel eines Filmtages. Viele Erkenntnisse konnte man in den zehn ersten Runden sowieso nicht sammeln.

Keine Probleme beim Hispania F112-Shakedown

Die Ingenieure führten Systemchecks durch und stellten sicher, dass sich das Auto mechanisch wie aerodynamisch so verhält wie geplant. Es habe dabei keine Rückschläge gegeben, teilte das Team am Abend stolz mit. "Die ersten Eindrücke sind gut. Es ist im Vergleich zum Vorjahr definitiv ein Schritt nach vorne", erklärte Karthikeyan nach dem seinen zehn Runden. "Wir konnten leider noch nicht am Setup arbeiten, aber alles hat gut funktioniert und es gab keine größeren Probleme. Wir können uns nun endlich auf die Saison freuen."

Karthikeyans Teamkollege Pedro de la Rosa sowie Ersatzmann Dani Clos waren ebenfalls in Barcelona dabei, konnten aber aus Zeitmangel keine Runden drehen. "Das war ein ganz besonderer Tag. Das Auto hat zum ersten Mal das Licht gesehen", freute sich De la Rosa. "Narain hat einige Installationsrunden abgespult und einige Zeiten ohne Probleme gesetzt. Das ist sehr wichtig, auch wenn es nicht danach aussieht. Jeder Kilometer vor Australien ist lebenswichtig, um zu sehen, dass das Auto in einer guten Verfassung ist. Jetzt liegt es an uns, Fortschritte zu machen."

Hispania F112 erinnert an Vorgänger-Modell

Das Auto selbst erinnert stark an den Vorgänger aus der Saison 2011. Die Nase hat eine kleine Stufe - ist aber noch zu den eleganteren Vertretern der Generation 2012 zu zählen. Im Heck setzt HRT nun auf eine Zugstreben-Dämpfung, die wohl durch den Wechsel auf das neue Williams-Getriebe notwendig wurde. Viel Außergewöhnliches ist sonst auf den ersten Bildern nicht zu erkennen, außer dass die Spaltmaße der Verkleidungsteile teilweise noch ziemlich ausgeprägt sind - vor allem im Bereich des Auspuffs. Auch am ziemlich einfach gehaltenen Frontflügel gibt es sicherlich noch Raum für Verbesserungen.

Die Fans müssen sich an eine neue Lackierung gewöhnen. Neben der weißen Grundfarbe tritt Hispania nun mit weinroten und goldenen Akzenten auf. Sponsoren sind nur zwei auf dem neuen Hispania F112 zu erkennen. Karthikeyan brachte den indischen Autohersteller Tata Motors mit. Auf den Innenseiten der Heckflügel-Endplatten ist das Logo von KH-7, einem spanischen Reinigungsprodukt, zu erkennen.

Schafft Hispania den Start in Melbourne?

Nach dem Shakedown in Barcelona hat das Team direkt wieder das Material zusammengepackt, um rechtzeitig in Australien anzukommen. Schon in der kommenden Woche soll der Hispania F112 im Freien Training weitere Kilometer sammeln. Im Vorjahr befand sich das Team in einer ähnlichen Situation. Damals verpasste man das erste Rennen, weil man im Qualifying die 107 Prozent-Hürde nicht einhalten konnte. Es wird spannend, ob das Kunststück in diesem Jahr gelingt.

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