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Historische Formel 1-WM-Duelle (13)

Mit 80 Prozent zum WM-Titel

Podium - GP Brasilien 2006 Foto: xpb 94 Bilder

Dieses Jahr kommt es zum 16. Mal im WM-Finale zum Titel-Duell Mann gegen Mann - Rosberg gegen Hamilton. Wir blicken auf die 15 Duelle seit 1950 zurück. In Teil 13 unserer Serie kämpfen Michael Schumacher und Fernando Alonso in Interlagos um die Weltmeisterschaft 2006.

18.11.2014 Michael Schmidt

Was beim Formel 1-Finale 2006 wirklich passierte

Fernando Alonso fuhr auf Ankommen. Michael Schumacher auf Sieg. Doch während sich bei Alonso alles zum Guten fügte, hing der Rekordsieger in einer Pechsträhne fest. Ein Defekt an der Benzinpumpe verbannte ihn auf den zehnten Startplatz. Dann schlitzte ihm Giancarlo Fisichella in der 10. Runde den linken Hinterreifen auf. Michael Schumacher fiel auf Rang 19 zurück. Da war Alonso mit einem Bein bereits Weltmeister.

Sein Gegner kämpfte sich zwar noch auf Platz 4 nach vorne, doch für acht Überholmanöver und die schnellste Rennrunde gab es nur fünf Punkte und einen Schönheitspreis. Als er sich am Ende der Zielgeraden an Robert Kubica, Rubens Barrichello, Giancarlo Fisichella und Kimi Räikkönen vorbeipresste, ließ er noch einmal seine ganze Klasse aufblitzen. Die Experten waren sich einig: Es war eines der besten Rennen des Ferrari-Piloten.

Alonso wurde hinter Felipe Massa Zweiter und verteidigte seinen WM-Titel. "Mein Ziel war Platz acht." Michael Schumacher verließ die Arena um 18.59 Uhr beinahe durch die Hintertür. Nach sieben WM-Titeln, 91 Siegen, 154 Podiumsplatzierungen, 76 schnellsten Rennrunden und 24.065 Führungskilometern. Knapper Kommentar: "Ich bin mit mir im Reinen." 2010 sollte er ein Comeback feiern.

Felipe Massa kontrollierte sein Heimspiel, wie er es von Teamkapitän Schumacher gelernt hatte. Alonso hätte ihn auch dann nicht eingeholt, wäre er nicht ab der zehnten Runden nur noch "mit 80 Prozent", gefahren. Ferrari hatte in Interlagos das bessere Auto. Trotz des Sieges verlor Ferrari auch noch den Konstrukteurs-Titel. Renault reichten die Plätze 2 und 6 für Alonso und Fisichella, um Ferrari mit 206:201 auf Distanz zu halten.

Unser fiktives Abu Dhabi-Finale 2014

Lewis Hamilton fährt normalerweise immer auf Sieg. Doch die WM-Niederlage 2007 hat ihn gelehrt, dass es manchmal besser ist, sich mit dem Minimalziel zu begnügen. Also zweiter Platz. Alonso ging 2006 mit 10 Punkten Vorsprung in das Finale. Ein achter Platz reichte ihm.

Sein WM-Gegner Schumacher musste gewinnen und dabei auch noch hoffen, dass der Spanier ausfällt. So bequem hat es Hamilton nicht. Dafür sitzt er wie sein Teamkollege im besten Auto. Wenn alles normal läuft, ist ein Doppelsieg programmiert. In Interlagos 2006 hatte Michael Schumacher das bessere Auto. Doch der Ferrari F2003-GA war nie so überlegen wie der aktuelle Silberpfeil.

Hamilton kann es locker nehmen. Er ist in der Alonso-Rolle. Für Nico Rosberg wiederholt sich das Drama von Michael Schumacher. Wegen einer defekten Benzinpumpe bleibt er zu Beginn des Q3 liegen. Ohne Rundenzeit muss er von zehnten Startplatz aus ins Rennen gehen. Hamilton startet aus der zweiten Reihe und kann auf Ankommen fahren.

Rosbergs Aufholjagd wird in der 10.Runde durch eine Kollision mit Kevin Magnussen gestoppt. Der McLaren-Pilot gibt wie üblich im Zweikampf nicht nach und schlitzt dem Mercedes mit der Startnummer 6 den linken Hinterreifen auf. Rosberg fällt auf Rang 19 zurück.

Vorne macht es sich Hamilton hinter Valtteri Bottas gemütlich. Sein Gegner kämpft sich im Verlauf des Rennens zwar noch auf Platz 4 nach vorne, doch der Husarenritt wird nicht belohnt. Am Ende steht es 370:341 für Hamilton.

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