Jetzt auch für: iPhone, iPad, Android und Windows
Marken
Themen
Artikel
Videos
Baureihen
Alle Treffer mit anzeigen

Hitler-Kommentare

Bernie Ecclestone entschuldigt sich

Bernie Ecclestone Foto: dpa 41 Bilder

Formel 1-Boss Bernie Ecclestone hat sich in einem Interview für seine Bemerkungen und Vergleiche mit Nazi-Diktator Adolf Hitler entschuldigt. "Es tut mir leid, dass ich solch ein Idiot war", erklärte der Brite gegenüber der jüdischen Zeitung "The Jewish Chronicle".

07.07.2009 Tobias Grüner

Mit seiner Entschuldigung reagierte Ecclestone auf den weltweiten Aufschrei und die Proteste nach seinen umstrittenen Äußerungen zur Person Adolf Hitler und dessen angeblicher Fähigkeit, Dinge zu einem Ergebnis zu bringen. "Es tut mir leid, dass ich solch ein Idiot war. Ich entschuldige mich wirklich aufrichtig", erklärte der 78-jährige im Gespräch mit der britischen Zeitung "The Jewish Chronicle".

Ecclestone fühlt sich missverstanden

Nach seinen Bemerkungen hatten zahlreiche Verbände und Politiker Ecclestone scharf kritisiert. Dieter Graumann, der Vizepräsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, forderte die Formel 1-Teams sogar auf, nicht mehr mit Ecclestone zusammenzuarbeiten. Baden-Württembergs Ministerpräsident Günther Oettinger sagte sogar ein geplantes Treffen zur Rettung des F1-Rennens in Hockenheim ab.

Nun versucht Ecclestone die Wogen wieder zu glätten: "Ich habe Hitler niemals befürwortet. Ich denke, dass niemand in der Welt Hitler und seine grausamen Taten unterstützen würde."

Ecclestone erklärte erneut, dass seine Bemerkungen über Hitler falsch wiedergegeben wurden. "Ich habe gesagt, dass ich annehme, dass er zumindest zu Beginn einen guten Job gemacht hat. Er hat Deutschland von einem ruinierten Staat in nur fünf Jahren zu einer Supermacht geführt. Das wäre nicht möglich gewesen, wenn er nicht einiges bewegt hätte. Verschiedene Menschen haben das in der Vergangenheit hinbekommen."

Falsche Wortwahl

In diesem Zusammenhang korrigierte Ecclestone seine unglückliche Wortwahl: "Das Problem ist, dass wir nicht das Wort Diktator benutzen sollten, sondern das Wort Anführer." Diktatoren würden ihre Ziele erreichen, in dem sie Menschen terrorisieren, wohingegen Anführer wie z.B. die ehemalige britische Premierministerin Margaret Thatcher, Dinge erreicht hat, weil sie die Menschen in die richtige Richtung geführt und sie dabei unterstützt hat.

Den antisemitischen Vorwürfen entgegnete Ecclestone damit, dass viele seiner besten Freunde Juden seien. "Ich bedauere es wirklich, dass mich viele Menschen falsch verstanden haben und diese sich nun angegriffen fühlen. Ich bin darüber wirklich sehr traurig, denn ich habe viel für die jüdische Gemeinschaft durch Wohlfahrtsverbände und ähnliches getan."

Umfrage
Wer ist der größte Verlierer im F1-Krieg?
Ergebnis anzeigen
Kommentar schreiben

Es ist noch kein Kommentar vorhanden. Seien Sie der Erste und sagen Sie und Ihre Meinung.

Neues Heft
Empfehlungen aus dem Netzwerk
3D Felgenkonfigurator
Anzeige
Whatsapp
Immer auf dem neuesten Stand mit unserem WhatsApp-NewsletterJetzt kostenlos anmelden