Der Gemeinderat habe am späten Dienstagabend dem Vertrag zwischen der Formula One Association (FOA), dem Oberbürgermeister der Stadt Hockenheim und der Hockenheimring GmbH zugestimmt.
Demnach teilen sich die FOA und die GmbH die "unternehmerischen Chancen und Risiken" der Veranstaltung. Laut Oberbürgermeister Dieter Gummer gab es sechs Verhandlungsrunden mit der FOA.
Die Stadt Hockenheim als größter Anteilseigner und die Verantwortlichen der Hockenheimring GmbH hatten wegen des erwarteten Millionen-Defizits mehrfach erklärt, dass sie das Rennen ohne finanzielle Unterstützung des Landes und der Wirtschaft nicht mehr veranstalten könnten. Nach dem bisherigen Vertrag rechnete die Stadt für 2010 mit einem Minus von mindestens sechs Millionen Euro.
Hockenheim hat hohe Verluste mit der Formel 1 gemacht
Im Jahr 2008 machte Hockenheim 5,8 Millionen Verlust mit der Formel 1, 2006 waren es drei Millionen und 2005 1,1 Millionen Euro. Die CDU/FDP-Landesregierung hatte in den vergangenen Monaten Vorbehalte gegenüber dem Rettungskonzept für die hoch verschuldete Traditionsstrecke geäußert. Es sei noch offen, ob es eine finanzielle Unterstützung des Landes gebe, sagte der FDP-Landtagsfraktionschef Hans-Ulrich Rülke am Mittwoch. "Wir wollen sicherstellen, dass das Geld der Steuerzahler im Land bleibt
und nicht in die Taschen von Formel-1-Chef Bernie Ecclestone fließt." Das Thema sei auch nicht in der Fraktionssitzung am Dienstag behandelt worden.
Der Gemeinderat setzt weiterhin auf Unterstützung aus Stuttgart. "Aus den Landtagsfraktionen der CDU, FDP und SPD und der Region haben wir positive Signale zur Unterstützung erhalten", erklärte der Gemeinderat. Der Vertrag sei in der Erwartung unterzeichnet worden, dass sich "sowohl das Land Baden-Württemberg, Dritte als auch die Region in der bisher diskutierten Größenordnung beteiligen."
Vorverkauf für den Formel 1 Grand Prix in Hockenheim ab Oktober
Der Hockenheimring wechselt sich jährlich aus finanziellen Gründen mit dem Nürburgring ab. Hockenheim richtet den Grand Prix 2010, 2012, 2014, 2016 und 2018 aus. Der Vorverkauf für das Rennen im Jahr 2010 soll laut Hockenheimring-Geschäftsführer Georg Seiler im Oktober beginnen, die Preise auf dem Niveau des Jahres 2004 liegen.





