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Hockenheim

F1 hinterlässt Millionen-Loch

Der Große Preis von Deutschland hinterlässt in der Bilanz der Hockenheimring GmbH den befürchteten Millionen-Verlust. Einen Tag nach dem Formel-1-Rennen auf dem nordbadischen Traditionskurs rechneten die Streckenbetreiber mit einem Minus von drei Millionen Euro.

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Foto: dpa

In der Saison 2008 machte die Formel 1 zuletzt Station in... Der Star selbst ließ sich nicht zweimal bitten und ließ... ... und haute beim Mercedes-Heimrennen mal so richtig auf... Auch fünf deutsche Piloten schlugen nach einer kurze Anr... Vettel und Co. bildeten eine schlagkräftige Truppe. Sehr zur Vorfreude der teutonischen Schlachtenbummler. Zunächst tauschten die Piloten die runden Gummis allerdi... Wieder zurück an der Strecke verteilte der Rekordweltmei... Mit Mika Häkkinen war ein weiterer Ex-Champion zugegegen... Nach seiner Rücktrittsverkündung machte der Schotte noc... Das Interesse der Damenwelt konzentrierte sich mittlerwei... Man(n) musste aufpassen, dass die Frauen nicht komplett d... Etwas verfrüht feierte Renault derweil die Geburtstage v... ... wehte es den Grid Girls fast die Röckchen weg. Nochmal kurz Hand an die Strecke gelegt, dann konnten auc... Im Qualifying brüllte wie erwartet Hamilton am lautesten... Nelson Piquet Jr. ging nur von Platz 17 ins Rennen und ha... Vor dem Start wurden die Mercedes-Piloten wie gewohnt mit... Dann war Schluss mit dem Vorgeplänkel. Vom Start weg machte Lewis die Pace. Ausgangs der Spitzkehre wurde es erstmals eng. Hier schie... Auch der zweite BMW kam gut aus der Ecke. Heidfeld ging a... Während Hamilton vorne eine halbe Sekunde pro Runde schn... ... kam Teamkollege Kovalainen im Mittelfeld nicht so ric... Schrecksekunde in der 36. Runde: Nach einem Aufhängungsb... Der Odenwälder war kurz benommen und anschließend sicht... Sein Sportgerät trug dagegen größere Schäden davon. Bis die Strecke gereinigt war, musste das Safety-Car auf ... Während die meisten Konkurrenten die Boxengasse zum Nach... Das Bummel-Tempo hinter dem Safety-Car behagte dem Red Bu... Rauchsignale hatten das nahende Ende des Renault-Aggregat... Mit BMW-Power ging es für Webber zurück an die Box. Als das Feld wieder losgelassen wurde, versuchte Hamilton... Doch nach dem unvermeidbaren zweiten Service fiel der Bri... Als auch Heidfeld zum zweiten Stopp in die Box einbog, la... Teamkollege Alonso verzweifelte derweil am tapfer kämpfe... Auch Honda musste wieder einmal kämpfen - allerdings mit... Ganz vorne versuchte Hamilton den verlorenen Boden wieder... Felipe Massa machte es ihm da schon etwas schwerer. Vor Probleme stellte er Hamilton aber nicht. Bremsproblem... Der Ferrari-Pilot konnte am Ende gerade noch Heidfeld hin... Der Mönchengladbacher kam als bester Deutscher vor Koval... Im Duell um den Sieg machte Hamilton schließlich auch mi... Etwas weiter hinten schnappte sich Vettel noch verdient d... Je knapper der Sieg, desto größer die Freude. Sieger des Wet-T-Shirt-Contests: Mercedes-Sportchef Norbe... Von 17 vor auf Rang zwei: Einer der Männer des Tages war...

"Das wird sich bestätigen", sagte Karl-Josef Schmidt, Geschäftsführer der Hockenheimring GmbH, am Montag (21.7.). Eine finanzielle Schieflage erwarten die Organisatoren des deutschen Grand Prix aber nicht. "Wir haben Rückstellungen dafür gebildet", erklärte Schmidt.

Seit 2004 schreibt der Hockenheimring mit der Formel 1 rote Zahlen, die Firmengruppe drücken Verbindlichkeiten von 34 Millionen Euro. Vor allem aus wirtschaftlichen Gründen findet das Deutschland-Gastspiel der Motorsport-Königsklasse seit dem Vorjahr abwechselnd in Hockenheim und auf dem Nürburgring statt. "Es ist kein Geheimnis, dass sich die Formel 1 trotz ihres rauschhaften Erlebnis-Charakters für kaum eine Strecke refinanzieren lässt", sagte Schmidt.

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10.000 Besucher zu wenig

Den Renn-Organisatoren bleiben von einem Formel-1-Wochenende nur die Ticket-Einnahmen. Die lukrativen TV- und Werbe-Gelder gehen an Formel-1-Boss Bernie Ecclestone und seine Partner. Zudem kassiert Ecclestone von den Streckenbetreibern eine Garantiesumme in zweistelliger Millionenhöhe. Das Hauptrennen auf dem Hockenheimring verfolgten am Sonntag laut Schmidt rund 80.000 Zuschauer. Mindestens 90.000 verkaufte Tickets wären für die Veranstalter wohl nötig gewesen, um einen Verlust abzuwenden.

Dennoch gab sich Schmidt zufrieden. "Es war ein tolles Ereignis. Von der organisatorischen und sportlichen Bilanz gibt es nichts zu beanstanden", sagte der Geschäftsführer. Die Hockenheimring GmbH sei stark daran interessiert, auch über das Vertragsende 2010 hinaus die Formel 1 zu halten. "Dieses Rennen verschafft uns einen gewissen Nimbus", erklärte Schmidt.

Der Status als Formel-1-Strecke macht den Ring attraktiv für andere Rennserien und Unternehmen, die dort Firmen-Veranstaltungen organisieren. Vor Ende 2009 werde jedoch nicht mit Ecclestone über die Verlängerung des Formel-1-Vertrags verhandelt, betonte Schmidt.

Einbruch in der TV-Quote

Der Zuschauerschwund bei Formel 1-Übertragungen im Fernsehen hat sich auch beim Heimrennen in Hockenheim fortgesetzt. 6,02 Millionen Motorsportfans verfolgten am Sonntag den Sieg von Lewis Hamilton beim Großen Preis von Deutschland. Die RTL-Sendung blieb damit deutlich unter der Zehn-Millionen-Marke. Der Marktanteil lag bei 38,9 Prozent. Im Vorjahr hatten noch 7,95 Millionen Zuschauer (45,2 Prozent) das Rennen auf dem Nürburgring eingeschaltet.

Das Formel-1-Rennen war dennoch mit Abstand die meistgesehene Sportsendung am Sonntag. 1,81 Millionen TV-Zuschauer entschieden sich für die erste Alpen-Etappe bei der Tour de France. Das ZDF kam damit auf einen Marktanteil von 11,9 Prozent. Bis zu 1,1 Millionen Basketball-Fans feierten die Olympia-Qualifikation von Dirk Nowitzki & Co. Der Spartenkanal DSF registrierte im Schnitt 670.000 Zuschauer (2,9 Prozent) für das abschließende Match Deutschland - Puerto Rico beim Ausscheidungs-Turnier in Athen.

Autor: dpa
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