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Strafe nach Getriebe-Wechsel

Hockenheim-Fehlstart für Grosjean

Romain Grosjean Lotus GP England 2012 Foto: xpb 27 Bilder

Romain Grosjean muss in Hockenheim fünf Plätze weiter hinten starten. Das Lotus-Team teilte bereits eine Woche vor dem Rennen mit, dass die Schaltbox in Silverstone beschädigt wurde. Mit einem großen Update will das Team aus Enstone dennoch ganz nach vorne fahren.

13.07.2012 Tobias Grüner

Romain Grosjean klebte zuletzt das Pech an den Füßen. In Valencia sorgte ein Lichtmaschinen-Defekt im Rennen für den vorzeitigen Ausfall und verhinderte damit den möglichen ersten Grand Prix-Sieg des Franzosen. In England rutschte Grosjean im Qualifying ins Kies und startete deshalb nur von Rang neun. Die Quittung war eine Kollision im Startgetümmel, die einen Reparaturstopp nach sich zog.

Getriebeprobleme in der letzten Silverstone-Runde

Mit Platz fünf konnte der GP2-Champion gerade noch Schadensbegrenzung betreiben. Nach dem Rennen stellten die Ingenieure aber fest, dass der Frontflügel nicht das einzige defekte Teil war. Auch das Getriebe wurde in Mitleidenschaft gezogen. In der allerletzten Runde meldete der Youngster Probleme mit der Schaltung.

"Es war Glück, dass es nicht schon früher im Rennen auftrat", erklärte Technik-Chef James Allison. Für das Rennen in Hockenheim muss ein neues Getriebe eingebaut werden. "Leider bedeutet das aber auch, dass Romain eine Startplatz-Strafe bekommt." Wenn die Schaltbox vor dem Ablauf der vorgeschriebenen fünf Rennen gewechselt wird, geht es automatisch fünf Ränge zurück.

Allison hofft, dass Grosjean nicht allzusehr darunter leidet. "Er hat schon in Silverstone gezeigt, dass er sich durch ein Zurückfallen nicht davon abhalten lässt, um die vorderen Plätze zu kämpfen." Der Knackpunkt für Lotus lag in dieser Saison zumeist im Qualifying. Im Rennen ging es regelmäßig nach vorne, aber noch endete keine Aufholjagd mit einem Sieg.

Grosjean hofft weiter auf Sieg in Hockenheim

Grosjean selbst lässt sich dadurch aber nicht unterkriegen: "Das Team hat hart daran gearbeitet, das Qualifying zu verbessern. Ich bin mir sicher, dass uns Hockenheim gut liegen wird", blickt der Franzose optimistisch auf seinen ersten Formel 1-Auftritt im Motodrom. "Wenn es im Qualifying in die ersten beiden Reihen geht bin ich mir sicher, dass wir auch gewinnen können."

Teamkollege Kimi Räikkönen hat mit Deutschland allerdings keine guten Erfahrungen. 15 Mal ist er bereits hierzulande Rennen gefahren, auf einen Sieg wartet der Finne aber immer noch. "Vielleicht habe ich etwas Böses getan in einem früheren Leben", scherzt der Iceman. "Sowohl Hockenheim als auch der Nürburgring waren nicht nett zu mir, obwohl ich beide mag. Das Glück war einfach nicht auf meiner Seite. Vielleicht kommt ja dieses Jahr alles zusammen. Es gibt keinen Grund, warum wir nicht wieder um die Podiumsplätze kämpfen sollten."

Mit den Plätzen vier und fünf für Räikkönen und Grosjean konnte Lotus in England seine gute Form bestätigen. In der Konstrukteurs-WM schob sich das Team aus Enstone bis auf Rang drei nach vorne. In Hockenheim soll der Trend fortgesetzt werden. "Mit ein bisschen Glück können wir Ferrari um Platz zwei der Meisterschaft herausfordern und gleichzeitig vielleicht etwas Luft zwischen uns und McLaren bringen", hofft Allison.

Lotus mit großem Update-Paket in Hockenheim

Große Updates gab es in England nur bei der Boxenstopp-Ausrüstung. "Wir hatten zwar nicht den schnellsten Stopp des Wochenendes, aber alle Reifenwechsel waren gut. Wir sind in diesem Bereich jetzt auf einem Level mit den Top-Teams", zeigte sich der Ingenieur zufrieden.

In Deutschland werden nun auch die Autos modifiziert. "Ich bin schon ganz aufgeregt", gibt Allison zu. "Wir haben einige interessante Updates. Ich freue mich schon darauf herauszufinden, wie sie funktionieren." Teamchef Eric Boullier fügt an: "Wir geben weiter Gas. Wir werden keinen Stein auf dem anderen lassen und wollen eine deutlich bessere zweite Saisonhälfte fahren."

Grosjean äußerte bereits große Erwartungen an die Technik. Trotz seiner Strafe hat er den ersten Formel 1-Sieg weiter fest im Visier: "Hoffentlich können wir mit dem Update die Pole Position, den Sieg und die schnellste Rennrunde einfahren - also das perfekte Wochenende." Schön, wenn man noch Träume hat.

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