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Hockenheim Test 3

Massa löst McLaren ab

Foto: Toyota F1

Nach zwei Bestzeiten von Lewis Hamilton im McLaren-Mercedes zu Beginn der Testfahrten in Hockenheim, übernahm am letzten Tag (11.7.) Ferrari-Pilot Felipe Massa das Zepter. 

10.07.2008 Michael Schmidt

Dabei war der Brasilianer bei hochsommerlichen Temperaturen auf seiner Spitzenrunde von 1:14.989 Minuten nur um eine Zehntelsekunde schneller als Jenson Button im Honda. Button schaffte den Sprung ins Spitzenfeld allerdings mit wenig Benzin im Tank. Dahinter platzierte sich Heikki Kovalainen mit 1:15.289 Minuten auf Rang drei. Der Finne spulte in 123 Runden ein umfangreiches Abstimmungsprogramm ab. "Wir haben viele neue Teile probiert. Einige habe funktioniert, andere nicht. Ich sehe aber keinen Grund, warum wir in Hockenheim nicht auch so stark sein sollten wie in Silverstone. Unser Auto ist auf allen Streckentypen besser geworden."

Red Bull hinter Toro Rosso?

Mark Webber war trotz seiner viertschnellsten Zeit nicht ganz zufrieden: "Das Auto läuft noch nicht so wie in Silverstone. Ich muss mal bei Vettel fragen, was Toro Rosso besser macht. Vielleicht fahren sie eine andere Gewichtsverteilung." Der Red Bull-Pilot wunderte sich vor allem über die Dauerläufe der Konkurrenz: "Ich weiß nicht, wie die solche Zeiten fahren können. Wir sind auf der Suche nach Grip und Traktion." Vielleicht haben die anderen weniger Benzin im Tank? "Das werden wir aber leider erst nächste Woche beim Grand Prix wissen."

Sebastian Vettel lag zwar mit 1:15.556 Minuten hinter Webber, war aber in den Dauerläufen klar schneller als der Australier im Schwesterauto. "Es läuft auch hier sehr gut. Wir können in Hockenheim so stark wie in Silverstone sein." Auch Teamchef Franz Tost ist überzeugt: "Ein Auto bringen wir in die Top Ten."

Pat Symonds optimistisch

Auch Renault war mit der Testwoche trotz des sechsten Platzes für Fernando Alonso zufrieden. "Das Auto liegt hier viel ruhiger als in Silverstone", lobten die Piloten. Chefingenieur Pat Symonds kündigte einen großen Schritt für den GP Deutschland an: "Die aerodynamischen Änderungen sind zwar nicht spektakulär, doch die Simulation verspricht eine deutliche Verbesserung der Rundenzeiten." Größtes Sorgenkind ist allerdings der Motor. Alonso beendete beide Tage mit einem Motorschaden. Bereits beim Test vor dem England GP waren vier Renault-Achtzylinder geplatzt. Die Motorenmisere von Silverstone begründeten die Ingenieure aus Paris mit einem Los von schlechter Komponenten.

Einziger nennenswerter Zwischenfall am letzten Testtag von Hockenheim war ein Unfall von Giancarlo Fisichella eingangs der Sachskurve. Der Crash bahnte sich schon in der Biegung davor an. Fisichella kam quer aus der 250 km/h Kurve ins Motodrom, versuchte das Auto abzufangen, bog dann aber 200 Meter weiter nach innen in die Mauer ab. Der Force India war im Bereich der Nase und der Vorderradaufhängung beschädigt. Für Fisichella war es der zweite Testcrash in Folge. Schon in Silverstone hatte er ein Auto an der Leitplanke verformt.

Kurzer Blick auf die Toyota-Finne

Technisch brachte der Test vor dem GP Deutschland keine Sensationen. Einzig Toyota-Pilot Jarno Trulli präsentierte - wie schon am Mittwoch Timo Glock - ganz kurz die bereits von der Konkurrenz bekannte Rückenflosse. Nach einer Einführungsrunde packten die Japaner die Finne auf der Airbox allerdings direkt wieder beiseite. Auch McLaren-Mercedes fuhr, wie schon am Tag zuvor, ohne die verlängerte Motorabdeckung.

Ferrari testete kleine Modifikationen am Unterboden und den Leitblechen. Honda läutete die zweite Stufe der B-Version des RA108 ein. Dem neuen Frontflügel von Silverstone folgten neue Leitbleche. In drei Wochen in Budapest debütiert dann noch die neue Hinterachse.

BMW verzichtete auf Abstimmungsarbeiten und probierte Lösungen für die Zukunft aus. Das erklärt auch den 8. Platz von Robert Kubica. Ohrenzeugen in der Sachskurve orteten seltsame Geräusche beim Reinbremsen und Beschleunigen. Das deutet auf Experimente mit dem Motorkennfeld hin. Jetzt wo die Motorentechniker die Standardelektronik besser verstehen, versuchen sie den Fahrern Assistenzsysteme anstatt der verbotenen Fahrhilfen zur Verfügung zu stellen. Zum Beispiel eine Motorcharakteristik, die hilft, einen Drift besser zu kontrollieren.

Zeitentabelle: Hockenheim Tag 3:

1. F. Massa - 1:14.989 - 109 Runden
2. J. Button - 1:15.081 - 121 Runden
3. H. Kovalainen - 1:15.289 - 123 Runden
4. M. Webber - 1:15.378 - 118 Runden
5. S. Vettel - 1:15.556 - 106 Runden
6. F. Alonso - 1:15.593 - 115 Runden
7. K. Nakajima - 1:15.759 - 119 Runden
8. R. Kubica - 1:15.869 - 107 Runden
9. J. Trulli - 1:16.065 - 129 Runden
10. G. Fisichella - 1:16.113 - 74 Runden

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