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Erklärung für Zeitverlust

Vettel stoppt eine Runde zu früh

Sebastian Vettel - GP Deutschland 2016 Foto: Wilhelm 72 Bilder

Sebastian Vettel hat in der letzten Runde des GP Deutschlands fast 8 Sekunden verloren. Dank der Onboard-Aufnahmen wurde das Rätsel jetzt aufgeklärt. Der vierfache Weltmeister hat offenbar schon eine Runde vor der karierten Flagge Tempo rausgenommen.

04.08.2016 Tobias Grüner

Beinahe wäre es gar nicht aufgefallen. Sebastian Vettel war bei seinem Heimrennen unspektakulär auf Platz 5 ins Ziel gefahren. Nach dem Rennen standen deshalb zunächst andere Fahrer im Mittelpunkt. Sieger Lewis Hamilton zum Beispiel. Oder die beide Red Bull-Piloten, die während des Rennens die Plätze getauscht hatten. Oder Nico Rosberg mit seiner Strafe und dem verpatzten Boxenstopp.

Erst nach einer Weile fiel auf, dass Vettel in seiner allerletzten Runde eine Zeit von 1:28.134 gefahren war. Damit war der Ferrari-Pilot fast 8 Sekunden langsamer als in den Umläufen zuvor. Der Rückstand auf Rosberg verdoppelte sich fast auf 16,7 Sekunden. Der Vorsprung vor Teamkollege Kimi Räikkönen reduzierte sich auf nur noch 4,4 Sekunden.

Vettel nimmt zu früh Tempo raus

Doch was war passiert? Der Nachrichten-Monitor der Rennleitung informierte darüber, dass Vettel in seiner letzten Runde in Kurve 1 neben der Strecke war. Ein kleiner Fehler also – so dachten wohl die meisten. Doch erst jetzt lieferte die >> Onboard-Aufnahme aus dem Ferrari die Auflösung: Sebastian Vettel nahm absichtlich deutlich Tempo raus, als er die Ziellinie überquerte.

In Kurve 1 fuhr lenkte er seinen Ferrari wie üblich neben die Piste – wahrscheinlich um Reifenschnipsel aufzusammeln. Erst die Tatsache, dass er auf dem Weg zu Kurve 2 von zwei zuvor überrundeten Autos überholt wurde, schien den Heppenheimer zu irritieren. Plötzlich gab er wieder Gas und drehte den Motor auch wie im normalen Renntempo über 10.000/min.

Vettel sagt „sorry“ in der Auslaufrunde

Wie bereits erwähnt war der Fauxpas nach dem Rennen zunächst niemandem aufgefallen. Es gab nur einen kleinen Hinweis: Im Funkverkehr in der Auslaufrunde sagte Vettel „sorry“ zu seinem Ingenieur. Das verwunderte etwas, schließlich war Vettel auf dem bestmöglichen Platz hinter den beiden Mercedes und den beiden Red Bull ins Ziel gekommen.

Da sich der Pilot mittlerweile im verdienten Sommerurlaub befindet, werden wir wohl noch bis zum GP Belgien auf die offizielle Erklärung warten müssen.

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