Jetzt auch für: iPhone, iPad, Android und Windows
Marken
Themen
Artikel
Videos
Baureihen
Alle Treffer mit anzeigen

Hockenheimring

Entscheidung über F1-Rennen 2010 vertagt

Hockenheimring Foto: dpa 47 Bilder

Die Entscheidung über die Zukunft des Hockenheimrings in der Formel 1 verzögert sich. Die CDU-Landtagsfraktion nahm das Thema bei ihrer Klausursitzung in Friedrichshafen (Bodenseekreis) von der Tagesordnung.

17.09.2009 Tobias Grüner

"Es besteht noch Klärungsbedarf", sagte ein Fraktionssprecher. Die Regierungsfraktion werde das neue Konzept nun höchstwahrscheinlich in zwei Wochen behandeln. Darüber habe es zwischen Ministerpräsident Günther Oettinger (CDU) und CDU-Fraktionschef Stefan Mappus Einvernehmen gegeben. Eigentlich hatte Oettinger auf eine Entscheidung noch in dieser Woche gedrungen.

Vorbehalte gegen neue Vorschläge

Dem Vernehmen nach gibt es bei der CDU, aber vor allem auch beim kleinen Regierungspartner FDP erhebliche Vorbehalte gegen die neuen Vorschläge. Oettinger hatte am Dienstag (15.9.) in Stuttgart erklärt, in den Verhandlungen seien "deutlich bessere Bedingungen" erreicht worden. Ob das Land zu einer weiteren finanziellen Förderung bereit ist, wollte er nicht sagen.

Dennoch zeichnete sich ab, dass auch in Zukunft Formel-1-Rennen auf der badischen Traditionsstrecke stattfinden sollten. Hockenheims Oberbürgermeister Dieter Gummer hatte nach einem Gespräch mit Oettinger erklärt: "Das war vielleicht eine vorentscheidende Runde." Ende August war auch aus dem Lager von Formel 1-Boss Bernie Ecclestone optimistische Töne zu hören. "Wir sind sehr, sehr nahe an einer Lösung. Es sieht gut aus", erklärte der 78-jährige Brite damals.

Ecclestone plant mit Hockenheim

Nach dem mit Oettinger ausgehandelten Kompromiss, ist das Grand Prix-Rennen auf der badischen Traditionsstrecke für das nächste Jahr fest eingeplant. Wie man hört, macht der Formel 1-Chef beim Preis für das Antrittsgeld Zugeständnisse, wird aber im Ausgleich an möglichen Gewinnen beteiligt. Hockenheim braucht rund 60.000 Zuschauer, um mit dem Grand Prix schwarze Zahlen zu schreiben.

Seit Monaten wird im Dialog mit dem Formel-1-Rechtemitinhaber ein Ausweg aus dem Dilemma gesucht, dass die Stadt Hockenheim als 94-prozentiger Haupteigner der Streckenbetreiber-GmbH seit Jahren millionenschwere Verluste zu stemmen hatte. Angesichts des für 2010 vorausgesagten Defizits von sechs Millionen Euro hatte der Hockenheimer Gemeinderat im Juni den Ausstieg beschlossen. Hinter den Kulissen wird seitdem aber weiter um eine Lösung gerungen.

Kommentar schreiben

Es ist noch kein Kommentar vorhanden. Seien Sie der Erste und sagen Sie und Ihre Meinung.

Neues Heft
Empfehlungen aus dem Netzwerk
3D Felgenkonfigurator
Anzeige
Whatsapp
Immer auf dem neuesten Stand mit unserem WhatsApp-NewsletterJetzt kostenlos anmelden