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Formel 1: Hockenheimring zufrieden

Noch 7.000 Tickets fehlen zur schwarzen Null

Hockenheimring Foto: xpb 24 Bilder

Der Hockenheimring hat am Rande des Grand Prix von Spanien den aktuellen Stand der Ticketverkäufe bekanntgegeben. Danach seien 55.000 Karten bereits verkauft. Bei 62.000 Tickets kommt der Grand Prix in die Gewinnzone.

07.05.2010 Tobias Grüner

Die Formel 1 kommt bei den deutschen Fans gut an. Zweieinhalb Monate vor dem Grand Prix von Hockenheim melden die Veranstalter positive Zahlen von der Ticketfront. Seit Dezember seien bereits 55.000 Eintrittskarten für das gesamte GP-Wochenende verkauft worden. Nach Angaben von Geschäftsführer Georg Seiler fehlen damit nur noch 7.000 Tickets zur schwarzen Null.

Dabei ist der Hockenheimring im vergangenen Jahr nicht gerade gut in den Verkauf gestartet. Durch die langen Verhandlungen mit F1-Boss Bernie Ecclestone konnte der Ansturm auf die Karten erst im Winter beginnen. Allerdings kam das Geschäft dann direkt sehr gut in Schwung. "Als Schumacher seine Zusage für die Formel 1 gegeben hat, war das natürlich mit einem Hype verbunden", berichtet Seiler.

Hockenheimring mit 75.000 Fans ausverkauft

Jetzt hoffen die Organisatoren auch noch die letzten Tickets an den Mann zu bringen. Bei 75.000 Zuschauern wäre der Ring ausverkauft. "Im Notfall könnten wir aber auch noch Zusatztribünen für bis zu 120.000 Fans aufbauen", so Seiler. "Allerdings warten wir damit, bis auch wirklich alle regulären Tickets weg sind. In der Vergangenheit haben wir den Fehler gemacht, zu früh mobile Tribünen aufzustellen, die dann halbleer standen."

Das letzte Formel 1-Rennen fand 2008 in Hockenheim statt. Damals kamen am Rennsonntag genau die 62.000 Besucher, die man nun auch als Mindestziel anpeilt. "Wir haben sechs deutsche Piloten in der Formel 1. Zum ersten Mal fährt das neue deutsche Werksteam von Mercedes in Deutschland mit deutschen Fahrern", macht Seiler Werbung. "Da müssten wir eigentlich ausverkauft sein. Alles andere wäre nicht nachzuvollziehen."

Keine Rabatte auf Tickets

Dank dem deutschen Staraufgebot in den Cockpits kann es sich der Hockenheimring sogar leisten, in diesem Jahr auf großzügige Rabatte beim Ticketverkauf zu verzichten. "2008 haben wir unser Jubiläum gefeiert und spezielle Aktionen mit verbilligten Tickets angeboten. Das wird es in diesem Jahr nicht geben." Seiler verweist auf den hohen Wert der Formel 1, der Ticketpreise im dreistelligen Bereich rechtfertige.

Die günstigsten Tickets für 99 Euro sind schon seit Wochen ausverkauft. "Aber auch die teuersten Plätze für 499 Euro sind schon komplett weg", betont Seiler. Die Chancen stehen also gut, dass der Grand Prix nach drei defizitären Ausgaben in Folge endlich wieder in die Gewinnzone rutscht.

Ecclestone-Vertrag zu verbesserten Konditionen

Die finanziellen Probleme sind damit aber noch nicht beseitigt. Immer noch drücken 33 Millionen Euro Schulden auf die Bilanz. Hockenheim hofft immer noch auf eine Beteiligung vom Land Baden-Württemberg. Die aktuellen Probleme am Nürbürgring seien laut Seiler dabei nicht hilfreich. "Man muss sich nur mal vor Augen halten, dass Baden-Württemberg im Bund Gelder an Rheinland-Pfalz abführt, die dann dem Nürburgring zugute kommen. Die riesigen Investitionen in der Eifel betrachtet der Geschäftsführer mit gemischten Gefühlen. "Wir sagen immer: Schuster bleib bei deinen Leisten."

Der aktuelle Vertrag mit Bernie Ecclestone geht noch bis zum Jahr 2018. "Wir sind sehr zufrieden mit dem Abkommen", erklärt Seiler. Durch die verbesserten Konditionen und den Verzicht auf Rabatte kann Hockenheim in diesem Jahr schon bei 62.000 Zuschauern eine schwarze Null schreiben. 2008 sorgte die gleiche Besucherzahl noch für einen Verlust von 5,2 Millionen Euro.

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