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Hoffnung für Hülkenberg

Force India mit neuem Kühlpaket

Force India - Technik - GP England 2014 Foto: xpb 39 Bilder

Force India will wieder zurückkehren in den Kreis der Podiumsanwärter. Dafür bekommen Nico Hülkenberg und Sergio Perez einen runderneuerten VJM07 für Hockenheim. Das neue Kühlpaket wurde mit Erfolg in Silverstone getestet. Technikchef Andy Green erklärt die Hintergründe.

15.07.2014 Michael Schmidt

In den letzten beiden Rennen rutschte Force India auf Platz 5 ab. Obwohl am Red Bull-Ring Teil eins des großen Aero-Pakets am Start war und obwohl in Silverstone ein neuer Heckflügel debütierte. Williams, Red Bull und Ferrari blieben außer Reichweite. Die Mercedes sowieso.

Das soll sich in Hockenheim ändern. Pünktlich zum Heimspiel von Nico Hülkenberg kommt der wichtigste Teil der Entwicklungsstufe. Ein neues Kühlpaket, das auch der Außenhaut eine neue Form diktiert. Damit das Heck besser angeströmt werden kann.

Kühler vom Heck in die Seitenkästen

Technikchef Andy Green wird den GP Deutschland auslassen und erst wieder nach Budapest reisen. Er ist im Technikbüro unabkömmlich. Bei 340 Mitarbeitern gibt es nicht für jede Position Ersatz. Im Gespräch mit auto motor und sport verrät Green, was es mit den neuen Teilen für Hockenheim auf sich hat.

"Wir sind die Upgrades letzte Woche in Silverstone zwei Tage lang gefahren und haben ihnen die Rennfreigabe erteilt. Die Kühl-Layout hat sich geändert. Der Getriebeöl- und der ERS-Kühler sind aus dem Heck des Autos verschwunden. Sie stecken jetzt in den Seitenkästen. Das erlaubt schlankere Seitenkästen im Heck und eine tiefere Motorabdeckung."

Entscheidend sind laut Green die aerodynamischen und fahrdynamischen Konsequenzen: "Das verbessert den Luftstrom zum Diffusor und unterstützt unseren Heckflügel besser. Wir haben auch ein paar Kilogramm abgespeckt und den Schwerpunkt gesenkt. Der Getriebeölkühler saß vorher unter dem Überrollbügel und damit an einer hohen Stelle. Alles, was den Schwerpunkt hinter dem Fahrer nach unten bringt, hat Priorität."

Force India arbeitet seit knapp drei Monaten an dem Projekt. "Der erste Teil hat in Österreich debütiert. Zwischendrin haben wir einen weiteren Fortschritt gefunden. Deshalb sehen Sie die zweite Stufe in Deutschland. Unter dem Strich ging es darum, die Aerodynamik auf Kosten der Kühlung zu verbessern. Wir hoffen, dass wir dadurch näher an unsere Gegner herankommen. Die werden aber bestimmt auch Upgrades bringen. Es ist schwierig für uns da mitzuhalten, weil wir auf die Kosten schauen müssen."

FRIC-Verzicht gut für Force India

Green sieht speziell für Hockenheim Vorteile:"Gemessen an den Daten ist es ein ähnlicher Schritt wie in Österreich. Eine gute Verbesserung in Bezug auf den Abtrieb an der Hinterachse. Damit können wir weiter an der Heckflügel-Familie arbeiten, die wir zum ersten Mal in Silverstone probiert haben. Das wird uns in Hockenheim mehr helfen, weil wir dort generell mit weniger Anpressdruck fahren können."

Eigentlich wollte Force India auch das verbesserte Fric-System mit ins Motodrom bringen, doch das bleibt angesichts der Unsicherheiten über dessen Legalität vorerst im Transporter. Da das die Konkurrenz auch tun muss, hofft Green, dass die mehr darunter leidet als Force India mit seinem relativ jungen System.

"Alles hängt davon ab, wie komfortabel ihre Systeme sind und wie stark sie ihre Autos dafür ausgelegt haben. Die Auswirkungen eines Verbots würde man mehr am Sonntag als am Samstag sehen. Weil es das Reifenmanagement beeinflussen könnte, wenn einige Teams nicht mehr in ihrer optimalen Aerodynamik-Matrix fahren können."

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