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Hoffnung für Nelson Piquet

Gnadenfrist bis Ungarn oder Saisonende?

Nelson Piquet Foto: Renault 60 Bilder

Nelsinho Piquet darf wieder hoffen. Wenn er Glück hat, wird seine Ausmusterung aufgeschoben. Die Renault-Ingenieure beraten am Dienstag, ob es sinnvoll ist, mitten in der Saison Formel 1-Neuling Romain Grosjean ins Auto zu setzen.

14.07.2009 Michael Schmidt

Der Grand Prix von Deutschland verlief für Nelson Piquet junior enttäuschend. Obwohl er zum ersten Mal in der Startaufstellung vor Fernando Alonso stand und als Zehnter am Start WM-Punkte in Sichtweite hatte, sackte in der Startrunde auf Platz 15 ab. "Ich hatte Mühe die harten Reifen schon in der Startrunde auf Temperatur zu bringen und viel zu weit ins Feld zurück. Als das Auto mal lief, war es zu spät, den verlorenen Boden wieder gutzumachen."

Davon erholte er sich das ganze Rennen nicht wieder. Am Ende wurde der Brasilianer als 13. abgewinkt. Für Piquet war damit sein Abgang von Renault besiegelt. Teamchef Flavio Briatore hatte ihn mehrmals am Wochenende schonend darauf vorbereitet. Doch als sich Piquet von seiner Truppe verabschieden wollte, deutete die Teamleitung an, dass er in Budapest vielleicht doch noch einmal eine Chance bekommen könnte. Um ihm eine faire Chance im Vergleich mit Fernando Alonso zu geben.

Ingenieure beraten mit Briatore

Die Renault-Piloten fuhren am Nürburgring unterschiedliche Autos. "Das Facelift, das nur Alonso bekam, war eine halbe Sekunde pro Runde schneller", gab Chefingenieur Pat Symonds zu. Nun sollte am Dienstag eine Sitzung der Ingenieure stattfinden zum Thema Fahrertausch. Fernando Alonso hat mit fünf schnellsten Rennrunden am Stück angedeutet, dass mit dem modifizierten Renault wieder zu rechnen ist. Einige der Ingenieure befürchten, dass man das Potenzial des verbesserten Autos nicht richtig nutzt, wenn man ab Budapest einen Neuling in den zweiten Renault setzt.
 
Romain Grosjean ist zuletzt 2008 in einem Formel 1-Auto gesessen. Das aktuelle Modell kennt er gar nicht. Der Schweizer, der mit französischer Lizenz fährt, hat zuletzt in der GP2-Serie nur mittelmäßige Rennen gezeigt und die Tabellenführung an Nürburgring-Doppelsieger Nico Hülkenberg verloren. Alonso ist ein Killer. Wenn der Spanier für Piquet eine Nummer zu groß ist, dann sind es bei einem Debütanten zwei Kategorien.

Piquet will Cockpit bis Saisonende

Das erste Friedensangebot von Renault bezog sich nur auf den GP Ungarn. Damit will sich aber der Piquet-Clan nicht zufriedengeben. Er verlangt, dass Nelson junior eine faire Chance bekommt, sich für 2010 für ein Formel 1-Cockpit zu empfehlen. Egal wo. Der Nürburgring war bereits das vierte Rennen nach Shanghai, Barcelona und Istanbul, wo Piquet nicht das gleiche Material bekam wie Teamkapitän Alonso.
 
Piquet senior kann sich vorstellen, dass Briatore um eine Option pokert, bei der er die Finger auf Piquet hält. Das aber würde die Suche nach einem neuen Team für 2010 erschweren. Briatore sind in der Angelegenheit Piquet die Hände gebunden. Der Vertrag erlaubt es ihm, den 23-jährigen Sohn des dreifachen Weltmeisters abzuschieben, aber eben spätestens nach neun Rennen. Deshalb musste am Nürburgring eine Entscheidung fallen. Der Rest der Saison muss deshalb neu verhandelt werden. Jetzt liegt die Zukunft von Piquet in der Hand der Ingenieure.

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