Nachdem zuletzt noch alle Zeichen auf einen raschen Verkauf des Rennstalls hingedeutet haben, folgte am Montag die niederschmetternde Nachricht aus Japan. "Es gibt verschiedene Angebote für das Team, aber wir haben noch keinen ernstzunehmenden Käufer gesehen", wird Honda CEO Takeo Fukui von der Nachrichtenagentur Reuters zitiert.
Der Verkaufsprozess gestalte sich "schwierig", so die letzte Wasserstandsmeldung aus Tokio. Viel Zeit können sich die Parteien nicht mehr lassen. Der vorgesehene Motorenlieferant Mercedes-Benz fordert eine Rasche Entscheidung. Eine gesetzte Frist, zu der eine Garantie über die Abnahme von Triebwerken für die Saison 2009 vorliegen muss, endet noch an diesem Montag.
Positive Signale zuletzt
Noch in der vergangenen Woche deutete alles auf einen Verkauf des Rennstalls hin. Mit dem Milliardär Richard Branson war bereits ein finanzstarker Interessent gefunden. Auch die Möglichkeit einer Teamübernahme durch die ehemalige Führungsriege um Ross Brawn und Nick Fry stand weiterhin im Raum. Warum sich die Japaner für keines der beiden Möglichkeiten entschieden, ist noch nicht bekannt.
Für die immer noch rund 700 Angestellten im britischen Brackley sind die Nachrichten aus Japan ein herber Rückschlag. Die Mannschaft hatte sich bis zuletzt bereitgehalten, um bei einem Verkauf kurzfristig in Melbourne an den Start gehen zu können. Die positiven Meldungen, die teilweise auch von Honda selbst verbreitet wurden, sorgten für Hoffnung und Optimismus. Nun ist ein Start allerdings wieder unwahrscheinlicher geworden.





