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Hondas Motorenmisere

Turbine schon auf Maximaldrehzahl

McLaren - Formel 1 - GP Mexico - 29. Oktober 2015 Foto: ams 11 Bilder

Für McLaren-Honda wird der GP Mexiko ein schwerer Gang. Beide Fahrer bekommen neue Motoren. Honda legt die Strafen auf ein Rennen, bei dem man sich wenig ausrechnet. Weil die Turbine schon auf Höchstdrehzahl arbeitet, haben die Japaner keine Möglichkeit auf die dünne Luft zu reagieren.

30.10.2015 Michael Schmidt

Das ist Hondas Verlustliste nach 16 Grand Prix: Fernando Alonso hat bereits 10 Motoren verbraucht, Jenson Button 9. Vor dem Start zum GP Mexiko werden die McLaren-Piloten jeweils 11 Motoren im System haben. Die meisten davon sind schon kaputt. Alonso bekommt in Mexiko eine neue Antriebseinheit samt Nebenaggregaten, Button gleich zwei.

Der Wechsel bei Alonso ist notwendig, weil Honda sonst bei ihm mit der Laufleistung nicht über die Runde kommt. Die Spec4-Version, die in Austin debütierte, schafft nur zwei GP-Wochenenden. Inklusive dem GP USA standen aber noch vier Rennen an.

Der Motor von Austin ist trotz der Probleme am Rennende noch kerngesund. Honda fand später heraus, dass der Leistungsverlust auf eine fehlerhafte Software zurückzuführen war. Als Alonso vor der letzten Runde auf ein anderes Kennfeld wechselte, funktionierte die Einspritzung wieder ordnungsgemäß.

Hondas Turbolader ist zu klein

Der Zeitpunkt der Motorwechsel ist mit Bedacht gelegt. Das Autodromo Hermanos Rodriguez zählt nicht zu den Strecken, auf denen sich die Japaner viel ausrechnen. Das Problem liegt in dem immer noch zu kleinen Turbolader. Honda ist bereits bei der maximal erlaubten Drehzahl der Turbine von 125.000/min angelangt, kann also nicht mehr reagieren.

Mercedes, Ferrari und Renault operieren mit größeren Turbinen, die im Normalfall um die 100.000 Mal pro Minute rotieren. Für Mexiko wird die Drehzahl wegen der um 21 Prozent geringeren Luftdichte in 2.250 Meter Höhe angehoben. Das soll den Leistungsverlust ausgleichen. Man hört, dass sich die Erhöhung im Bereich von 5.000/min bewegt. Mehr wäre ein Risiko.

McLaren entwickelt sein Auto trotz der Motormisere unverdrossen weiter. Der neue Frontflügel von Austin wurde modifiziert. Vom Unterboden gibt es wieder eine neue Version. Um die Bremsen effizienter zu kühlen wurden die vorderen Bremsbelüftungsschächte vergrößert.

Das Reglement schreibt folgende Höchstwerte vor. Die Öffnungen dürfen nicht breiter als 120 Millimeter sein, gemessen von der Innenkante Felge. Die Höhe beträgt maximal 360 Millimeter, jeweils 180 Millimeter über und unterhalb der Radmitte.

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