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Formel 1 Logistik

Das rollende Zuhause der Formel 1-Teams

Red Bull Motorhome GP Türkei 2011 Foto: Dani Reinhard 25 Bilder

Beim GP Türkei haben die zwölf Formel 1-Teams zum ersten Mal wieder ihre Motorhomes dabei. Bei den einen fallen die Unterkünfte der Mannschaft bescheiden aus, andere haben richtige Prachtbauten dabei.

08.05.2011 Bianca Leppert

Mit dem GP Türkei startet die Formel 1 nicht nur in ihre Europa-Saison, sondern auch in die Saison der Schneckenhäuser. Denn wie die kleinen Tierchen schleppen die Formel 1-Teams ihre Behausungen von Rennen zu Rennen quer durch Europa. Wie die Schneckenhäuser gestalten sich die Motorhomes der Teams in jeglicher Couleur und verschiedenen Größen. Je bedeutender und erfolgreicher die Teams, je größer auch das Statussymbol im Fahrerlager. Individualität wird dabei groß geschrieben, schließlich prägt auch das Bild neben der Strecke das Image eines Teams.

Sieben Trucks für das Motorhome

Aber nicht nur die Optik ist entscheidend. Es muss vor allem auch seinen Zweck erfüllen. In den Hospitalitys residieren nicht nur VIP-Gäste. Die Teammitglieder haben dort ebenfalls ihr Quartier aufgeschlagen. In separaten Räumen besprechen sie zum Beispiel die Strategie fürs Rennen oder halten Krisensitzungen ab. Meist haben die Fahrer zusätzlich ihre eigenen Räume. Darin werden sie von ihren Physiotherapeuten betreut oder sammeln in Ruhe Kraft vor den Rennen.

Hinter den gigantischen Gebilden im Fahrerlager steckt eine Menge Arbeit. Sauber reist allein für die Hospitality mit sieben Trucks an. Vier Trucks beinhalten die Hospitality selbst, drei lagern das Zubehör wie Fenster und Mobiliar. Den Weg nach Istanbul trat die Mannschaft bereits am Mittwoch an - eineinhalb Wochen vor dem Rennen. 58 Stunden verbrachte das Aufbau-Team auf der Fähre von Triest nach Pendik, das 20 Kilometer von der Rennstrecke entfernt liegt. "Die Anreise in die Türkei ist eine der aufwendigsten", sagt Sauber-Teammanager Beat Zehnder. "Die Fracht nach Melbourne aufzugeben ist wesentlich einfacher, als so eine lange Reise mit der Fähre."

Nach dem Rennen ist vor dem Rennen

Am Samstagmittag beginnen die neun Männer, die für den Aufbau zuständig sind, dann mit der eigentlichen Arbeit. Schritt für Schritt nimmt der weiße Palast Gestalt an. Zum Schluss wird die hydraulische Dachkonstruktion in Gang gesetzt. Nach der Reinigung kehrt am Donnerstag schließlich Leben ein, wenn die Sauber-Mannschaft einzieht.

Doch nach dem Rennen ist vor dem Rennen. Das Aufbau-Team muss die Team-Behausung am Sonntagabend so schnell wie möglich wieder abbauen. Denn am Dienstag geht es bereits wieder auf die Fähre nach Triest. Dort warten sechs zusätzliche Fahrer. Denn die vorgeschriebene Arbeitszeit des Personals darf nicht überschritten werden. Von Triest geht es direkt weiter nach Barcelona, wo bereits der nächste Grand Prix wartet. Und dort geht alles wieder von vorne los.

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