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HRT-Probleme in Melbourne

Fehlstart für Hispania-Duo

Narain Karthikeyan HRT GP Australien 2012 Foto: xpb 17 Bilder

Beim ersten Training von Melbourne schaute ein Pilot nur zu: Pedro de la Rosa musste passen, weil HRT noch auf Teile wartete, die erst am Morgen aus Europa eingetroffen waren. Das verzögerte den Zusammenbau des zweiten Autos.

16.03.2012 Michael Schmidt

HRT operiert wieder einmal auf der letzten Rille. Beim ersten Training zum GP Australien war nur ein Auto auf der Strecke. Und das auch nur für drei Runden. Dann rollte Narain Karthikeyan aus. Ein Öldrucksensor meldete Alarm. Die Motortemperatur schnellte in die Höhe. Da stellte der Inder seinen Hispania-Renner vorsichtshalber auf der Strecke ab.

De la Rosa muss zuschauen

Pedro de la Rosa kam erst gar nicht zum Fahren. Die letzten Teile für sein Auto waren mit Verspätung in Australien eingetroffen. Das verzögerte den Zusammenbau des zweiten HRT. Der Spanier stand in voller Rennmontur in der Garage, konnte aber nur hilflos auf den Monitor blicken und Däumchen drehen.

Der spanische Rennstall kam mit einem Minimum an Kilometern ans andere Ende der Welt. Weil der Belastungstest des Überrollbügels erst mit Verspätung bestanden wurde, reichte es nicht mehr für die Testfahrten in Spanien. So blieben nur 100 Kilometer auf Demonstrationsreifen im Rahmen eines so genannten Filmtages.

Pedro de la Rosa zeigt Nachsicht mit seinem neuen Arbeitgeber: "Das ist zu 80 Prozent ein neues Team und ein komplett neues Auto. Nur die Servolenkung wurde vom alten übernommen."

Neues Team, neues Auto

HRT ist spät dran, weil man mit dem Design des Autos spät begonnen hat. "Wir haben erst im September damit angefangen. Und das mit einer weitgehend neuen Mannschaft. Dafür waren wir schnell. Es gab keine Verzögerungen. So etwas wie mit dem Crashtest kann passieren. Das haben schon größere Teams erlebt. Wenn du aber mit dem Zeitplan am Limit bist, trifft dich so etwas doppelt hart."

De la Rosa ist zu lange dabei, um sich durch so etwas nervös machen zu lassen. "Keep smiling, be patient", redet er sich selbst Mut zu. Nicht die Geduld verlieren. Er weiß, dass die 107-Prozent-Hürde so hoch ist wie der Mount Everest. Und wenn es nicht klappt wie im Vorjahr? "Wir müssen mittelfristig denken. Ich erlebe gerade die Geburt eines neuen Rennstalls mit. Es geht für uns in diesem Jahr nicht nur darum, das neue Auto ans Laufen zu bringen. In den nächsten drei Monaten zieht das ganze Team nach Madrid um. Im Augenblick operieren wir noch von den Standorten Madrid, Valencia und München aus."

De la Rosa freut sich auf Renneinsätze

Trotz der Hindernisse ist der 41-jährige Spanier froh, bei HRT wieder eine Anstellung als Stammfahrer gefunden zu haben. Der Testfahrerjob bei McLaren füllte ihn nicht mehr aus. "Du sitzt nur im Simulator oder fährst das Auto mal bei einem Aero-Test auf der Geraden. Auf die Dauer ist das frustrierend. Es muss dringend wieder mehr Testfahrten geben. Wenn du gar nicht mehr fährst, kommst du aus der Übung. Und dann sollst du im Notfall für einen der Stammfahrer einspringen. Das ist keine sichere Lösung."

Der kurzfristige Plan ist es, Marussia zu schlagen. Die Kellerkinder eint, dass beide keinen echten Testkilometer vor der Saison abgespult haben. Und beide verzichten auf KERS. HRT hätte bei Williams einkaufen können, wartet aber ab. "Dieses Auto wurde für KERS gebaut. Aber für uns wäre der Einsatz zu viel auf einmal gewesen. KERS ist etwas für später in der Saison. Vorher muss das Auto zuverlässig laufen und abspecken."

In dieser Saison soll es im Vergleich zu den ersten beiden Jahren eine regelmäßige Weiterentwicklung geben. HRT will nach dem vierten oder fünften Rennen ein erstes Facelift an den Start bringen.

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