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Hülkenberg & Barrichello

Das neue Williams-Duo für 2010

Nico Hülkenberg Foto: Williams F1 8 Bilder

Nico Hülkenberg ist endlich offiziell zum Stammfahrer bei Williams befördert worden und kann 2010 für eine Rekordquote deutscher F1-Piloten sorgen. Der 22-jährige Emmericher unterschrieb einen Zweijahres-Vertrag mit einer Option für eine weitere Saison.

03.11.2009

Wie das Team am Montag (2.11.) verkündete, bekommt Hülkenberg das zweite Cockpit neben Rubens Barrichello. Der brasilianische PS-Veteran wechselt von Brawn GP zu Williams. Schon in dieser Saison waren in der "Königsklasse" fünf deutsche Fahrer am Start, mit Hülkenberg könnten es im kommenden Jahr ein halbes Dutzend sein.

Hülkenberg nächster Deutscher bei Williams

"Ich bin froh, dass er von Williams unter Vertrag genommen wurde. Er wird dort sehr viel lernen", meinte Berater Willi Weber, der auch schon Michael Schumacher betreut hatte. Teamchef und Mitbesitzer Sir Frank Williams bleibt mit der Verpflichtung Hülkenbergs auch einer schwarz-rot-goldenen Tradition treu: Seit 1997 fuhr immer ein Deutscher für sein Team.

Nach Heinz-Harald Frentzen, Ralf Schumacher und Nick Heidfeld löst nun Hülkenberg seinen Vornamensvetter Nico Rosberg ab. Es gilt als sicher, dass der Wiesbadener im Tausch mit Barrichello zum Konstrukteursweltmeister Brawn GP geht. Eine Bestätigung fehlt dafür aber noch. Neben Rosberg wird auch der Japaner Kazuki Nakajima das Team verlassen - Ziel unbekannt.

Nächster Schumi? Nächster Hamilton?

Für den 1,85 Meter großen Hülkenberg, seit Jahren schon als nächster "Schumi" gefeiert, ist der interne Aufstieg der nächste und erwartete Schritt auf der Karriere-Leiter. Ziel WM-Titel inklusive. Der Rheinländer hatte mit den Gesamtsiegen in der GP2 in dieser Saison sowie mit dem Gewinn der Formel 3 Euroseries auf sich aufmerksam gemacht. Er habe dort mehr Siege geschafft als Lewis Hamilton, betonte Manager Weber mit Blick auf Hülkenbergs GP2-Saison. Neben Hamilton hatten auch schon Rosberg und Timo Glock das Sprungbrett mit einem Titelerfolg genutzt.

Hülkenberg hatte vor dieser Saison schon die Jungfernfahrt mit dem neuen Williams-Rennwagen absolvieren dürfen. Er war neben seinem GP2-Engagement Test- und Ersatzfahrer für das Team, das seinen Sitz im britischen Grove hat. Um näher bei Team und Werk zu sein, hat sich Hülkenberg längst eine kleine Bleibe in der Nähe angemietet.

Rubens Barrichello als Mentor

Wie erwartet holte sich Williams den 37-jährigen Rubens Barrichello als Mentor, der mit 285 Grand Prix Rekordstarter der Formel 1 ist. "Er ist nicht nur der erfahrenste Pilot der Formel 1, sondern ein leidenschaftlicher und talentierter Fahrer, der in diesem Jahr hart um die Weltmeisterschaft mitgekämpft hat", sagte Teamchef Williams. Barrichellos bisheriger Boss Ross Brawn verabschiedete "Rubinho" mit den besten Wünschen. "Er hat enorm zum Gewinn des Konstrukteurs-Titels beigetragen", sagte Brawn. "Wir sind sehr froh, dass er im nächsten Jahr wieder in der Formel 1 fahren wird."

Allerdings wird es noch dauern, bis Barrichello und Hülkenberg in ihrem neuen Formel-1-Dienstwagen Gas geben dürfen. Tests sind während des Winters verboten. Im Frühjahr nächsten Jahres kann Hülkenberg dann neben Vizeweltmeister Sebastian Vettel, Rosberg, Glock, Nick Heidfeld und Adrian Sutil an den Start gehen. Zumindest, wenn denn auch Glock, Heidfeld und Sutil demnächst Vollzug in Sachen Vertrag vermelden können.

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