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Hülkenberg bleibt bei Force India

Neuer Vertrag bis 2017

Nico Hülkenberg Foto: xpb 59 Bilder

Nico Hülkenberg verlängert bei Force India. Der 28-jährige Rheinländer unterschrieb gleich für zwei Jahre bei dem englischen Rennstall. Sein Teamkollege wurde noch nicht bestätigt.

01.09.2015 Michael Schmidt

Hülkenberg hat Haas F1 abgesagt

Am Ende ging alles ganz schnell. Am Freitag (28.8.2015) hat Nico Hülkenberg seiner anderen Option Haas F1 abgesagt. 4 Tage später gab Force India seine Vertragsverlängerung bekannt. Hülkenberg fährt bis 2017 für den englischen Rennstall. 2011 heuerte er dort als Testfahrer an, um 2012 mit 63 Punkten seinen Einstand zu geben. Nach einem Jahr bei Sauber kehrte Hülkenberg 2014 zu Force India zurück und belegte mit 96 Zählern WM-Platz 9. Nach 12 von 19 Rennen in dieser Saison hat der Le Mans-Sieger 24 Punkte auf dem Konto. Damit ist er Zwölfter der Gesamtwertung.

Hülkenberg meinte zu seinem neuen Vertrag: "Ich bin froh, dass ich früh meine Pläne unter Dach und Fach gebracht habe. Das Team kenne ich in- und auswendig. Deshalb macht es Sinn, sich langfristig zu binden. Der Fortschritt in den letzten zwei Jahren hat mich überzeugt und gibt mir Zuversicht für die Zukunft. Es ist eine großartige Gruppe von Leuten, die hungrig nach Erfolg sind und sich Jahr für Jahr verbessern wollen."

Mit Force India geht auch Le Mans

Zwei Dinge waren für Hülkenberg mit ausschlaggebend. Mit der B-Version des VJM08 haben die Ingenieure des Teams bewiesen, dass sie einen Weg aus der aerodynamischen Sackgasse gefunden haben. Teamchef Vijay Mallya setzte mit dem Umzug in den Windkanal von Toyota die richtigen Prioritäten, auch wenn es das Team knapp 4 Millionen Euro mehr gekostet hat.

Mallya erlaubt Hülkenberg auch, weiterhin für Porsche in Le Mans anzutreten. Das wäre mit Ferrari-Partner Haas F1 schwieriger geworden. Noch in Spa gab Hülkenberg zu: "Es ist mir schon wichtig, das Porsche-Projekt in meinem Vertrag für 2016 zu vereinbaren."

Vijay Mallya hatte Hülkenbergs Sieg in Le Mans live vor Ort miterlebt. "Es ist kein großes Geheimnis, dass ich einer von Nicos größten Fans bin. Er hat jetzt fast 4 Jahre mit uns verbracht und ist in dieser Zeit zu einem der besten Rennfahrer der Welt herangereift. Nico hat den Speed, das technische Wissen und die Reife uns zu großen Resultaten zu verhelfen."

Wer kommt als zweiter Fahrer? Perez oder Maldonado?

Hülkenberg kam mit dem frühen Vertragsabschluss auch der möglichen Bedrohung durch Pastor Maldonado zuvor. Der Venezolaner ist auf dem Markt, wenn Renault schon im nächsten Jahr ein echtes Werksteam an den Start bringt. Seine 50-Millionen-Dollar Mitgift ist für jeden Rennstall im Mittelfeld interessant. Auch für Force India.

Die Petro-Dollars aus Venezuela könnten nun vielleicht für Sergio Perez ein Problem werden. Der Mexikaner wartet noch auf eine Vertragsbestätigung. Auch wenn Perez aus sportlicher Sicht die bessere Wahl wäre, könnte es für ihn ein ungemütlicher Herbst werden, sollte Maldonado frei sein. Diese Entscheidung fällt in den nächsten Wochen. Mit Hülkenberg hat sich Force India abgesichert. Der Blondschopf ist ein sicherer Punktelieferant. Jetzt kann das Team in Ruhe den Markt sondieren und schauen, wo das meiste Geld zu holen ist.

Mit Maldonado hätte der Rennstall aus Silverstone ein Druckmittel, mehr Geld aus Mexiko loszueisen. Es gibt aber auch Gerüchte, dass Perez und seine Mexiko-Connection für Williams interessant sind. Dort warten sowohl Felipe Massa als auch Valtteri Bottas noch auf eine Bestätigung für 2016. Williams muss ein Loch von 20 Millionen Euro stopfen. Das ist ungefähr das Budget, das im Umfeld von Perez mitkommt.

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