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Hülkenberg crasht nach Frontflügelbruch

Wieder Vibrationen schuld?

Nico Hülkenberg - Force India - GP Ungarn - Budapest - Rennen - Sonntag - 26.7.2015 Foto: xpb 66 Bilder

Nico Hülkenberg war auf dem Weg in die Punkteränge, als am Ende der Zielgeraden der Frontflügel brach. Force India-Technikchef Andy Green hat wie bei dem Aufhängungsbruch am Auto von Sergio Perez im Training die Vibrationen auf den Randsteinen im Verdacht.

26.07.2015 Michael Schmidt

Es war eine unheimliche Parallele. Am Freitag legte Sergio Perez seinen Force India aufs Dach, weil rechts hinten die Aufhängung gebrochen war. Am Sonntag erwischte es Nico Hülkenberg. Er lag zum Zeitpunkt des Unfalls auf Platz 7. Als der Le Mans-Sieger die erste Kurve anbremsen wollte, klappte der Frontflügel weg. Das Teil rutschte unter das Auto, hob den Force India vorne an und reduzierte dadurch die Bremswirkung. Je zwei mit einem Abstand von fünf Metern hintereinander gelagerte Reifenstapel fingen das Unfallauto weich ab.

Hülkenberg spürte eine Sekunde lang Vibrationen, bevor sich der Flügel auflöste. Technikchef Andy Green verriet, dass der Bruch mit dem Schließen des Klappflügels zusammenfiel. "Dabei senkte sich die Nase nach unten." Die Topspeed-Messung der Zeitnahme ergab, dass Hülkenberg kurz vorher eine Geschwindigkeit von 306 km/h erreicht hatte. "Ab dann war ich nur noch Passagier, habe die Hände vom Lenkrad genommen und auf den Aufprall gewartet. Er war erstaunlich weich."

Brandneuer Frontflügel ging zu Bruch

Bei Force India stand man vor dem gleichen Rätsel wie nach dem Unfall von Perez im Freitagstraining."„Es war das gleiche Flügeldesign wie in Silverstone. Der Flügel selbst war brandneu", erklärte Green. "Wenn er Silverstone übersteht, sollte er das auch in Budapest können." Die erste Analyse ergab, dass der Flügel sich an einer der beiden vertikalen Halterung am Übergang zum Hauptblatt brach. "Welche zuerst nachgegeben hat, werden wir erst nach der Auswertung der Filmaufnahmen wissen. Aber wenn ein Ende bricht, gibt in Sekundenbruchteilen auch das zweite nach", meinte Green.

Er hat auch in diesem Fall die Randsteine im Verdacht. "Es sind schon die aggressivsten im ganzen Kalender", meinte Hülkenberg. Weil sich die Autos in manchen Kurven sehr lange auf den Rüttelpisten bewegen, sind sie entsprechend lange den Vibrationen ausgesetzt. Möglich, dass dabei das Material ermüdet ist. "Je länger du auf dem Randstein fährst, umso großer wird die Amplitude", erklärt der Techniker.

FIA-Rennleiter Charlie Whiting wunderte sich über die vielen Materialbrüche. Auch Ferrari war im Training ein Flügel kollabiert. "Die Randsteine haben sich seit letztem Jahr nicht geändert." Kann nur heißen: Die Teams gehen mit ihren Konstruktionen mehr und mehr ans Limit.

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