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Hülkenberg gibt Fehler zu

"Hätte Felipe Platz lassen müssen"

Nico Hülkenberg - GP Singapur 2015 Foto: xpb 54 Bilder

Nico Hülkenberg hat die Kollision mit Felipe Massa in Singapur abgehakt. Nach dem Studium der Video-Aufnahmen kam der Force India-Pilot zu dem Schluss, dass die Schuld eher bei ihm als bei Massa liegt.

24.09.2015 Michael Schmidt

Am Montag nach dem GP Singapur bekam Felipe Massa Post auf sein Handy. Nico Hülkenberg sagte sorry. Die beiden waren in der 13. Runde des Nachtrennens aneinander geraten. Massa kam aus der Box. Hülkenberg flog auf der Strecke heran.

Der Force India verhakte sich im Scheitelpunkt der dritten Kurven mit dem Williams und flog in die Absperrungen. Für Hülkenberg war gleich Schluss. Massa schleppte sich mit einem Plattfuß an die Box und gab 18 Runden später mit Getriebeschaden auf.

In der Hitze des Gefechts gaben sich die Fahrer gegenseitig die Schuld. Massa bestand darauf, dass ihm Hülkenberg mehr Platz hätte lassen müssen. Der Deutsche feuerte zurück: "Ich lag im Scheitelpunkt vorne. Damit gehörte die Kurve mir und ich habe sie auf der Rennlinie genommen. Plötzlich spürte ich links hinten einen Schlag."

Die Sportkommissare konnten sich mit der Version des Force India-Piloten nicht anfreunden. Sie verdonnerten Hülkenberg zu einer Strafe. Er muss in Suzuka um drei Startplätze zurück.

Massa konnte sich nicht in Luft auflösen

Mit 4 Tagen Abstand hat der Le Mans-Sieger seine Meinung revidiert. "Ich hätte Felipe mehr Platz lassen müssen. Außen war die Möglichkeit da. Auch dann wäre ich vorne geblieben, jedenfalls bis zur nächsten Kurve. Er hätte dann auf der langen Geraden DRS einsetzen können. Keine Ahnung, wie das ausgegangen wäre."

Hülkenberg gab zu, dass er Massa gesehen hatte. "Die Box hat mich über Funk gewarnt, und ich habe ihn auch gesehen, als ich noch weiter weg von der Kurve war. In der Kurve selbst konnte ich ihn natürlich nicht mehr sehen, aber ich wusste, dass er da war. Felipe konnte sich ja nicht in Luft auflösen."

Auch mit der Strafe kann Hülkenberg leben. "Sie ist nicht ideal, aber man kann es so sehen. Auch wenn ich mich selbst damit bestraft habe. Mein Rennen war sofort zu Ende. Und ich hätte dort landen können, wo Sergio ankam." Perez wurde in Singapur Siebter.

Massa hätte Rennen auch ohne Crash nicht beendet

Massa ist Hülkenberg nicht böse. "Es war eine nette Geste, dass er sich entschuldigt hat." Massa konnte seinen Unfallgegner zunächst nicht sehen. "Von der Boxenausfahrt kannst du nicht erkennen, was sich schräg hinter dir auf der Strecke abspielt. Ich wusste aber, dass Nico irgendwo sein musste. Meine Box hat mir gesagt, dass wir aufeinandertreffen werden. Als ich den Force India dann zum ersten Mal sah, war es schon zu spät. Ich kam aus der Falle nicht mehr raus."

Der Williams-Pilot verrät, dass er das Rennen so oder so nicht beendet hätte. "Wir hatten ein Problem mit der Kupplung. Darunter hat das Getriebe gelitten. Ab einem bestimmten Punkt im Rennen war klar, dass ich nicht zu Ende fahren konnte. Deshalb hat mich die Kollision mit Nico nicht so hart getroffen. Es ist in einem Rennen passiert, das für mich ohnehin verloren war."

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