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Hülkenberg unter Druck

"Muss mit meiner Crew besseren Job machen"

Nico Hülkenberg - Force India - Formel 1 - GP Österreich - 30. Juni 2016 Foto: sutton-images.com 59 Bilder

Nico Hülkenberg gerät bei Force India so langsam unter Druck. Teamkollege Sergio Perez bescherte Force India in den letzten drei Rennen zwei Podiumsplätze. Hülk gibt sich jedoch entspannt.

30.06.2016 Bianca Leppert

Force India ist auf dem Vormarsch. Seit dem Technik-Update beim Grand Prix von Spanien läuft es für das Team von Vijay Mallya wie geschmiert. Zwar konnte man in Barcelona noch nicht das volle Potenzial ausschöpfen, doch mit den dritten Plätzen von Sergio Perez in Monaco und Baku ließ die Mannschaft aufhorchen. Momentan belegt Force India mit 59 Punkten Platz 5 in der Konstrukteurs-WM, klar vor Toro Rosso, McLaren, Haas F1 und Co. Auf Williams fehlen 31 Zähler.

Monaco zeigte verzerrtes Bild

„Barcelona war nicht unsere Strecke im Gegensatz zu Monaco und Baku. Langsame Kurven und 90-Grad-Ecken sind eher unsere Stärken“, meint Hülkenberg. Trotzdem gelang es dem Wahl-Monegassen nicht, an die Leistung seines mexikanischen Teamkollegen anzuknüpfen. In Monaco reichte es nur für Platz 6, in Baku zum 9. Rang. „Sergio hat ein gutes Momentum, klar“, sagt Hülkenberg, der noch immer auf sein erstes Formel 1-Podium wartet. „Aber Monaco war auch verzerrt.“

Dort war der Deutsche flott unterwegs, doch weil ihn das Team zu früh zum ersten Boxenstopp holte, musste er seinen Traum vom ersten Formel 1-Pokal verschieben. Danach äußerte Hülkenberg offen Kritik am Team. Auch in Baku gab es Diskussionen mit dem Ingenieur am Funk, weil es aufgrund Spritmangels nicht zu einer weiteren schnellen Qualirunde reichte und er sich beschwerte, warum man ihn nicht vorher informiert habe.

Offene Kommunikation bei Force India

„Ich muss mit meiner Crew einen besseren Job machen“, sagt Hülkenberg in Österreich. „Wir müssen Fehler vermeiden. Ich weiß, dass wir es auch besser können.“ Dabei legt er Wert darauf, dass nichts unter den Teppich gekehrt wird und man offen miteinander umgeht. „Wir müssen darüber reden und uns auch kritisch unterhalten. Wir gewinnen zusammen und verlieren zusammen. Da muss man sich gegenseitig unterstützen. Und manchmal fallen in der Hitze eines Rennens eben schnelle Entscheidungen.“

Keine Angst um Cockpit

Für den 28-Jährigen ist es gleich ein doppeltes Dilemma. Während es bei ihm selbst durchwachsen läuft, trumpft Perez auf der anderen Seite der Box groß auf. Der Ex-McLaren-Pilot wurde wie Carlos Sainz mit Ferrari als Ersatz für Kimi Räikkönen in Verbindung gebracht. Einst träumte Hülkenberg davon, bei den Roten zu fahren. „Das beschäftigt mich jetzt aber nicht. Ich spüre keine Nadelstiche“, versucht sich Hülk cool zu geben. Ganz abkaufen will man es ihm aber nicht.

Stattdessen sprechen einige schon davon, es gehe auch bei Force India um Kopf und Kragen. Hülkenbergs Vertrag läuft noch bis Ende 2017. „Ich sehe mich gut aufgestellt“, wiegelt der Le Mans-Sieger von 2015 ab. „Ich bin entspannt. 2018 ist noch weit entfernt und die Formel 1 ist schnelllebig.“ In Sachen Marketing und Kommunikation vertraut Hülkenberg neuerdings auf die Hamburger Agentur Jung von Matt. „So wie man das Auto weiterentwickelt, wollte ich mich da auch verbessern“, so die Begründung.

Für das Rennwochenende in der Steiermark ist der Force India-Pilot vorsichtig optimistisch. „Wir sollten gut dastehen. Wie gut weiß ich aber nicht. Im vergangenen Jahr war ich Fünfter im Qualifying und Sechster im Rennen. Das lässt mich hoffen.“

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