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Höhen und Tiefen für Hülkenberg

Erst in Führung, dann nur ein Punkt

Nico Hülkenberg - Formel 1 - GP China - 14. April 2013 Foto: xpb 59 Bilder

Nico Hülkenberg hat einen aufregenden Grand Prix von China hinter sich. Der Sauber-Pilot führte sensationell acht Runden lang das Feld an. Dann wurde der Deutsche aber sukzessive auf Platz zehn durchgereicht. Zwei problematischen Boxenstopps folgte der Einbruch mit dem letzten Reifensatz. Statt sechs Punkten gab es nur einen.

14.04.2013 Michael Schmidt

Für Red Bull stand der Übeltäter fest. "Hülkenberg hat Vettel den zweiten Platz gekostet", rechnete Teamchef Christian Horner vor. Teamberater Helmut Marko meinte säuerlich. "Der Sauber hat Vettel eine halbe Sekunde pro Runde gekostet." Nico Hülkenberg konnte mit den Vorwürfen nichts anfangen. "Ich hatte keine große Mühe Sebastian hinter mir zu halten. Eigentlich hatte ich mit mehr Gegenwehr gerechnet, aber er saß ja nicht mal in meinem Getriebe. Dier Balance meines Autos war gut, und ich musste auch nicht übermäßig Druck machen." Vettel erklärte: "Wenn du einem anderen Auto folgst, übst du zu viel Druck auf die Vorderreifen aus. Deshalb versuchst du nicht zu dicht aufzufahren."

Die Radmutter kullerte aus dem Schlagschrauber

Hülkenberg hat Vettel in der vierten Runde am Ende der langen Gerade überholt. Cooler Kommentar: "Viel Platz lässt dir der Seb aber auch nicht." Und zwei Runden später musste auch noch Nico Rosberg dran glauben. "Der war ein bisschen unfair, weil er mit abgefahrenen Reifen vor mir rumgeeiert ist. Ich habe ihn außen herum in Kurve 6 gepackt." Als die Kollegen, die mit weichen Reifen gestartet waren, zum ersten Boxenstopp abbogen, lag Hülkenberg plötzlich in Front. Wie beim GP-Finale 2012 in Brasilien. Und das gleich für acht Runden.

Dann passierte aber schon das erste Missgeschick. Als Hülkenberg und Vettel in der 14.Runde im Parallelflug ihren ersten Boxenstopp abspulten, da blieb der Sauber-Pilot 3,5 Sekunden länger stehen. Dem Mann am rechten Hinterrad kullerte die Radmutter aus dem Schlagschrauber.

Eine Runde zu viel mit den weichen Reifen

Zwischen der 26. und 28. Runde stieß Hülkenberg noch einmal auf Platz drei vor. Das Renntempo stimmte. In dieser Phase überlegte sich Sauber, den Stint mit den weichen Reifen vorzuziehen. Im Feld gab es eine Lücke, in der Hülkenberg frei fahren konnte. Der Einsatz am Ende des Rennens barg das Risiko, dass man den Wechsel zu den kritischen Reifen zu früh abspulen würde. Wer es mittendrin machte, konnte so lange fahren, wie der Reifensatz Grip lieferte. Hülkenberg erlebte auf den weichen Sohlen genau das, was er erwartet hatte: "Zwei Runden lang gingen die Dinger. Dann wurde ich immer langsamer. Wahrscheinlich sind wir eine Runde zu lange draußen geblieben. Da habe ich drei Sekunden auf Massa verloren."

Hülkenberg kam nicht in den zweiten Gang

Beim letzten Boxenstopp zurück auf die Medium-Gummis lieferte sich Hülkenberg mit Massa ein Rad-and Radduell in der Boxengasse. Der Sauber-Pilot verlor ihn: "Ich habe den zweiten Gang nicht reingebracht, als ich unter Tempomat fuhr. Wir müssen checken, was da schiefgelaufen ist. Damit konnte ich an der Boxenausfahrt gegen Felipe nichts ausrichten. Mit 100 km/h fährst du im ersten Gang schon in den Begrenzer. Er war bereits im zweiten Gang, ich konnte erst schalten, als ich den Tempomaten losgelassen habe."

20 Sekunden in 20 Runden

Zu Beginn des Schlussabschnitts lag Hülkenberg noch auf dem achten Platz. Doch dann erlebte er eine böse Überraschung. "Die Reifen haben viel schneller abgebaut als in den anderen Stints. Wir wissen noch nicht genau wieso, denken aber, dass es mit den gesunkenen Temperaturen zu tun hat." Teammanager Beat Zehnder bestätigt den Verdacht: "Wir hatten das gleiche Phänomen schon einmal im Freitagstraining."

Insgesamt verlor Hülkenberg in den letzten 20 Runden 20 Sekunden auf seine Marschroute. Damit wäre er mindestens Siebter geworden. So gingen noch Daniel Ricciardo und Romain Grosjean an ihm vorbei. Am Ende blieb ein kümmerlicher Punkt. Trotzdem zog der Rheinländer ein positives Fazit. "Wir haben einen Schritt in die richtige Richtung gemacht. Der neue Heckflügel war ein Fortschritt. Jetzt müssen noch ein paar weitere folgen."

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