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Jubiläum für Hülkenberg

Aero-Paket muss warten

Nico Hülkenberg - Force India - Formel 1 - GP Russland - 28. April 2016 Foto: xpb 11 Bilder

Nico Hülkenberg feiert wie Teamkollege Sergio Perez in Sochi seinen 100. GP-Einsatz. Das Team wollte seine beiden Fahrer mit dem neuen Frontflügel belohnen. Doch die Flügel wurden nicht fertig. So müssen Hülkenberg und Perez noch einmal mit den Defiziten des alten Modells leben.

28.04.2016 Michael Schmidt

Nico Hülkenberg und Sergio Perez nehmen in Sochi an ihrem 100. Grand Prix Wochenende teil. Tatsächlich ist es für Hülkenberg der 99. Start und für Perez der 98. Start. Das eine Rennen, das Hülkenberg zum echten "Hunderter" fehlt, ist der GP Australien 2013 in Melbourne. Damals musste er schon vor dem Start aus seinem Sauber aussteigen. Die Tankblase war leck und konnte nicht mehr rechtzeitig ausgetauscht werden.

Trotzdem ist Sochi für den Le Mans-Sieger von 2015 ein besonderer Moment: "Das ist schon ein besonderer Meilenstein. Es gibt ja nicht so wahnsinnig viele Fahrer, die 100 Grand Prix auf dem Buckel haben." Um genau zu sein: Bis jetzt sind es genau 66 Fahrer, die die Hunderter-Marke geknackt haben. Darunter acht Deutsche. Hülkenberg ist der Neunte. Sein persönliches Highlight: "Der Grand Prix von Brasilien war das beste Rennen meiner Karriere." Zur Erinnerung: Hülkenberg führte 30 Runden das Rennen an und kollidierte im Kampf um die Führung mit Lewis Hamilton.

Force India Frontflügel hat zwei Schwachpunkte

Hülkenberg und Perez hatten gehofft, dass Force India die neuen Frontflügel mit nach Sochi bringt. Das Team wollte einen Teil des für Barcelona geplanten großen Aero-Pakets vorziehen, weil es nach dem verlustreichen Bahrain-Rennen knapp an Frontflügeln ist. Doch dann ging der Produktion die Zeit aus. Damit müssen die Force India-Piloten noch einmal mit den Defiziten des aktuellen Flügels leben.

Um an der Vorderachse genügend Abtrieb zu generieren muss der Flap steiler angestellt werden. Das wiederum blendet zu stark die Strömung zum Heck aus und kostet dort Anpressdruck. "Was zum Teil unsere Traktionsprobleme und damit den hohen Reifenverschleiß erklärt", bestätigt Perez. Es gibt noch ein zweites Problem mit dem Flügel. In schnellen Kurven liefert er nicht konstanten Abtrieb. Und das zwingt die Fahrer zu Kompromissen beim Einlenken.

Neues Aeropaket in Spanien

Der neue Frontflügel, der nun zusammen mit dem Aero-Paket beim GP Spanien kommt, soll diese beiden Probleme lösen. Hülkenberg ist zuversichtlich, dass Force India dann wieder um die Führungsrolle im Verfolgerfeld kämpfen kann. "Das Upgrade wird uns nachhaltig helfen. Ich habe das Vertrauen, dass es für uns ein großer Schritt vorwärts wird." Für Sochi hat der Deutsche seine Ansprüche korrigiert: "Auf eine Runde geht es nicht so schlecht. Über längere Distanz leiden die Reifen zu stark. Wir müssen uns echt strecken, um aus eigener Kraft ein paar Pünktchen zu holen."

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