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Hülkenberg lässt den Sauber fliegen

"Beste Werbung, die ich betreiben kann"

Nico Hülkenberg  - Formel 1 - GP Abu Dhabi - 01. November 2013 Foto: xpb 59 Bilder

Wieder hat Nico Hülkenberg alles aus dem Sauber herausgeholt, was möglich war. Er startet von Platz 5 ins Rennen. Aber wie sehr helfen ihm diese Erfolge bei der Suche nach einem Cockpit für 2014?

03.11.2013 Bianca Leppert

Es ist eine vertrackte Situation, die sich mittlerweile durch fast alle Kategorien des Motorsports zieht. Geld sticht Talent. Ohne Moos nix los. Nico Hülkenberg muss sein Talent nicht mehr unter Beweis stellen. Das hat er oft genug getan. Seine Spezialität: Mit unterlegenen Autos für Überraschungen zu sorgen und die Topteams zu ärgern. So wie im Qualifying von Abu Dhabi. Der Sauber-Pilot stellte den C32 auf den 6. Rang. Durch die Rückversetzung von Kimi Räikkönen rutscht er eine Position auf und startet als Fünfter – vor den Ferrari-Piloten und Romain Grosjean im Lotus.

Maximum herausgeholt

"Ich denke, der 6. Platz kann sich sehen lassen. Das war das Maximum heute. Es gibt Gründe dafür. Wir hatten es nicht so gut erwartet, aber wenn der ein oder andere Patzer macht, ist das möglich", sagt Hülkenberg.

In Abu Dhabi ist Sauber wieder mit dem niedrigen Abtriebslevel wie in Korea und Indien unterwegs. In der Topspeed-Liste belegt Hülkenberg den fünften Platz. Die Zeit, die man in den Kurven verliert, macht man auf der Geraden wieder wett. Ein Plan, der aufgeht. Denn eigentlich gehörte Abu Dhabi zu den Angststrecken von Sauber. "Von den Strecken, die noch kommen, dachte ich mir schon, dass die hier die schwierigste wird. Das ist schon eine Nuss, die man knacken muss."

Den Aufwärtstrend erklärt sich Hülkenberg aber auch mit der Erfahrung, die am Ende der Saison nun dazu kommt. "Vielleicht habe ich mich auch mehr ans Auto gewöhnt. Der Schuh passt immer besser. Es geht an die Feinheiten." Im Rennen sieht er eine realistische Chance gegen Ferrari zu kämpfen. Damit könnte er einmal mehr ins Scheinwerferlicht rücken.

Kampf gegen Windmühlen

Trotzdem scheint es ein Kampf gegen Windmühlen zu sein. Denn gute Ergebnisse allein verhelfen in diesen Zeiten nicht mehr zu einem Vertrag. Wie frustrierend muss das für einen Fahrer sein? "Bei manchen Teams zählt das Geld, bei anderen die Leistung. Die Ergebnisse sind die beste Werbung, die ich betreiben kann. Schaden kann es sicher nicht."

Hülkenberg muss seine Fühler derzeit in alle Richtungen ausstrecken. Lotus wäre das Sahnehäubchen, doch dort hängt alles von der Zahlungsmoral des Anteilseigners Quantum ab. Sauber ist immer noch eine Option. Und auch Force India wäre eine Möglichkeit.

Gespräche mit Force India?

Am Samstagabend saß Hülkenberg gemeinsam mit seinem Vater, Manager Werner Heinz und Force India-Sportdirektor Otmar Szafnauer an einem Tisch. Ging es dabei um Verhandlungen für 2014? "Wir kennen uns ja schon lange, da bekommt man auch mal einen Spruch, wenn man vor denen steht", lautet Hülkenbergs Erklärung. Schließt man aus den Personen, die an diesem Gespräch beteiligt waren, bezweifelt man eine belanglose Plauderei allerdings.

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