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Hülkenberg mit Quali-Ergebnis zufrieden

"Es war eine 100-Prozent-Runde"

Nico Hülkenberg - Force India - GP Kanada 2016 - Montreal - Qualifying Foto: xpb 54 Bilder

Nico Hülkenberg geht vom neunten Startplatz aus auf Punkte-Jagd in Kanada. Der lange Rheinländer glaubt, mit den Williams vor ihm mithalten zu können. Doch es gibt eine große Unbekannte: das Wetter.

11.06.2016 Andreas Haupt

Force India-Sportdirektor Otmar Szafnauer kündigte am Freitag optimistisch an. „Wir fahren hier unter die besten zehn im Qualifying. Vielleicht schaffen wir es sogar, in die Top8 vorzudringen.“ Der Sprung in den dritten Qualifying-Durchgang klappte mit einem Fahrer. Nico Hülkenberg drang ins Q3 vor. Sergio Perez blieb auf dem elften Platz hängen. Kein allzu großes Ärgernis: Der Mexikaner hat am Rennstart als erster Pilot freie Reifenwahl. Das könnte ein Vorteil werden.

Hülkenberg will Williams attackieren

Der Sprung unter die besten acht Autos blieb Force India verwehrt. Mit einer Zeit von 1:13.952 Minuten verfehlte sie Hülkenberg um 0,183 Sekunden. Es war ein Umlauf auf Limit. „Die Runde hat 100 Prozent gepasst“, stellte ein zufriedener Pilot fest.

Am Sonntag greift der lange Rheinländer zum dritten Mal in dieser Saison nach Punkten. Bislang ist sein Konto mit 14 Zählern noch etwas spärlich gefüllt. Teamkollege Perez hat nach sechs Rennen neun Punkte mehr zu präsentieren. Optimistisch stimmen den WM-14. die Dauerläufe vom Freitagnachmittag. „Sie sahen wirklich gut aus.“ Der Le Mans-Sieger von 2015 nimmt die beiden Williams vor sich ins Visier. „Wir sind nicht weit weg von ihnen. Ich denke, wir können gegen sie auf jeden Fall im Rennen kämpfen.“

Doch es gibt eine Unbekannte: das Wetter. Im Rennen könnten die Bedingungen ähnlich wie die in Monaco vor zwei Wochen werden. Also ein Mix aus nasser, feuchter und trockener Bahn. „Dann wird es wieder eine Lotterie“, meint Hülkenberg. In Monte Carlo zog er bei der Strategie die Niete. Er belegte im Ziel zwar den sechsten Rang, Perez eroberte allerdings mit der besseren Taktik einen weiteren Podestplatz, der Hülkenberg in über 100 Karriere-Rennen bislang verwehrt blieb.

Force India fehlt noch Anpressdruck im Heck

Sollte es wieder regnen und die Bedingungen wechseln, wird es erneut auf die Strategen am Kommandostand ankommen. Und auf das richtige Gefühl und den Instinkt der Fahrer. „Es wird darum gehen, die richtigen Entscheidungen zu treffen, um mit dem richtigen Reifentyp zum richtigen Zeitpunkt auf der Strecke zu sein“, erklärt Hülkenberg. Gegen ein Regenrennen hätte Hülk nichts einzuwenden. „Die Sicht ist zwar mies“, wirft er ein, „aber ich fahre gerne im Regen.“

Auch wenn es trocken bleiben sollte, ist die Strategie keinesfalls in Stein gemeißelt. „Ein oder zwei Stopps: Da kann das Pendel schnell in die eine oder andere Richtung schwingen. Wenn du eine Runde zu viel auf den Reifen bleibst, brechen sie auf dieser Strecke dramatisch ein. Da verlierst du gleich mehrere Sekunden.“ Auf alle Fälle hofft Hülkenberg, dass die Asphalttemperaturen wie am Samstag tief bleiben. „Die kühleren Temperaturen sind für uns besser.“

Seit dem großen Update-Paket von Spanien ist Force India wieder verstärkt auf dem Vormarsch. Doch es gibt immer noch Bereiche, die verbessert werden müssen. Hülkenberg und seine Mannschaft haben sie identifiziert. „Uns fehlt immer noch Abtrieb im Heck. Man merkt es, je näher wir an die Spitze kommen. Da wird die Luft dünner. Wir sind natürlich mit der Aerodynamik-Entwicklung limitiert. Die hohe Leistung und das hohe Drehmoment kannst du nicht wie früher mit einem angeblasenen Diffusor ausgleichen.“

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