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Hülkenberg mit zu wenig Sprit

Force India erwartet keine Strafe

Nico Hülkenberg - Force India - GP Italien 2015 - Qualifying Foto: xpb 39 Bilder

Sergio Perez und Nico Hülkenberg belegten im Qualifying zum GP Italien 2015 die Plätze sieben und neun. Das Ergebnis war nicht ganz das Maximum. Für Hülk hätte es in Q3 mindestens einen Rang weiter nach vorne gehen können. Wenn ihm sein Team nicht zu wenig Sprit eingefüllt hätte.

05.09.2015 Andreas Haupt

Bis zum dritten Qualifying-Teil klappte für Force India alles nach Plan. Dann schlich sich bei Nico Hülkenberg der Fehlerteufel ein. Der Le Mans-Sieger rapportierte während der Auslaufrunde nach seinem ersten fliegenden Versuch einen Leistungsverlust. Hülkenberg schleppte seinen VJM08 gerade noch an den Eingang der Boxenstraße. Dort nahmen ihn seine Mechaniker in Empfang und schoben ihn zurück in die Garage.

Force India füllt zu wenig Benzin ein

"Wir hatten ein Problem mit der Benzinzufuhr", berichtete Hülkenberg im Anschluss an das Zeittraining. "Dadurch habe ich an Leistung verloren und der Motor lief heiß. Als wir ihn in der Box wieder starten wollten, blieb das Getriebe zwischen zwei Gängen hängen und ich konnte nicht mehr auf neutral schalten. Wir haben es dann nicht mehr rechtzeitig auf die Strecke geschafft. Ich bin sicher, dass wir die Sache bis morgen gelöst haben."

Das Ursprungsproblem entstand nicht durch technisches Versagen, sondern durch einen menschlichen Fehler. Force India hatte Hülkenberg zu wenig Sprit mitgegeben. "Wir haben uns verkalkuliert", gab Robert Fernley zu. Mit einer Strafe rechnet der stellvertretende Teamchef nicht. "Es wird sich alles mit der FIA klären." Im Tank muss nach dem Zeittraining und Rennen für Proben mindestens ein Liter sein. Da die Kommissare nichts zu beanstanden hatten, muss dem wohl so gewesen sein.

Mit einem zweiten Versuch in Q3 wäre laut Hülkenberg die siebte Position möglich gewesen. "Im ersten Anlauf hatten wir gebrauchte Gummis drauf. Mit frischen Reifen wäre es am Ende schneller gegangen." So wurde es der neunte Startplatz. Auf der angepeilten Position steht Teamkollege Sergio Perez. "Ich bin glücklich mit dem Resultat, weil ich nicht weiter vor hätte kommen können. Es war das Maximum heute."

Perez und Hülkenberg die schnellsten auf den Geraden

Obwohl der Mexikaner in 1:24.626 Minuten nicht seine beste Runde zusammenbrachte. Im zweiten Quali-Abschnitt war er zweieinhalb Zehntel schneller gewesen. "Ich hatte mit Verkehr auf der Einführungsrunde zu kämpfen. Dadurch konnte ich die Reifen nicht auf Temperatur und ins richtige Arbeitsfenster bringen." Zudem berichtete Perez davon, dass er sich an Räikkönen klemmen wollte, um vom Windschatten zu profitieren, was aber keinen positiven Effekt hatte.

Für das Rennen peilt Force India die Williams an. "Wir sollten mit ihnen kämpfen können", meint Hülkenberg, ehe er einwirft. "Das Mittelfeld ist sehr eng zusammen. Wir dürfen auch Lotus und Sauber nicht vergessen."

Die starken Topspeeds dürften Force India bei Angriffsversuchen und Verteidigungsmanövern helfen. Mit 354,6 und 353,2 km/h waren Perez und Hülkenberg die schnellsten auf den Geraden. Die flachen Flügel führen aber zu einem knifflig zu fahrenden Auto. "Wir müssen in dieser Konfiguration fahren. Mit mehr Abtrieb gewinnen wir nicht so viel wie wir sollten", erklärt Perez.

"Der Schlüssel im Rennen wird die Reifennutzung sein", sagt Fernley. "Unser Gesamtziel ist es, nach dem Rennen den fünften Platz von Lotus zurückgeholt zu haben."

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