Jetzt auch für: iPhone, iPad, Android und Windows
Marken
Themen
Artikel
Videos
Baureihen
Alle Treffer mit anzeigen

Hülkenberg packt Trick von 2012 aus

"Auf Niveau von Ferrari und Mercedes"

Nico Hülkenberg - GP USA 2013 Foto: xpb 69 Bilder

Die großen Teams müssen sich langsam fragen, warum keiner Nico Hülkenberg verpflichtet hat. Der Sauber-Pilot stellt sein Auto auf Startplatz 4. Vor Mercedes und Ferrari. Das Reifenproblem löste Hülkenberg mit einem Trick, den er schon 2012 mit Erfolg probiert hat.

16.11.2013 Michael Schmidt

Ex-Pilot Martin Brundle kann es gar nicht oft genug sagen: "Die Tatsache, dass Hülkenberg noch keinen Vertrag für 2014 hat, zeigt wie krank diese Formel 1 ist. Vor zehn Jahren hätten sich fünf Teams um ihn gestritten." Nico Hülkenberg startet vom vierten Startplatz aus in den GP USA. Das ist die sechste Top Ten-Platzierung seit der Trendwende in Monza.

"Nur in Singapur haben wir es nicht geschafft, weil ich den DRS-Knopf zu früh gedrückt hatte. Da lässt sich schon eine gewisse Linie herauslesen, denke ich. Mit den Top Ten habe ich gerechnet, der vierte Startplatz aber war schon eine Überraschung", meinte der WM-Elfte.
 
Der Sauber C32 hat sich gewiss zu einem guten Rennauto gemausert, doch wenn das Trainingsduell gegen Esteban Gutierrez 17:1 für Hülkenberg steht, dann ist es nicht nur das Verdienst des Autos allein: "Der Teamkollege steht nicht immer da, wo ich stehe. Da spielt auch noch der Fahrer eine Rolle."

Feintuning beim Frontflügel, Luftdruck und Fahrstil

Nico Hülkenberg hat das zweitbeste Trainingsresultat der Saison nach Monza bereits mit einem vierten Platz im dritten freien Training angedeutet. Umso überraschter war er, dass sich sein Auto im Q1 wie verwandelt anfühlte. "Wir hatten plötzlich Gegenwind in Kurve 1 und Rückenwind im ersten Sektor. Da hast du gleich Strömungsabriss am Heckflügel. Das Auto war total instabil."
 
Eine Änderung am Frontflügel, eine Anpassung des Luftdrucks und ein bisschen Feintuning bei der Linienwahl schafften Abhilfe. Ab dem Q2 war Hülkenberg wieder hellwach. Und er schlug am Ende sogar die Mercedes und Ferrari. "Ja, wir fahren mit den beiden auf einem Niveau. Ich will das aber nur für eine Runde unterschreiben. Für die Renndistanz möchte ich mich noch nicht aus dem Fenster lehnen." Da ist die schlechte Erfahrung von Abu Dhabi noch im Hinterkopf. Das Auto war im Rennen nicht wiederzuerkennen.

Hülkenberg bringt Reifen sanft in ihr Arbeitsfenster

Gute Rundenzeiten in Austin sind schwierig. Hier zählt weniger die Aerodynamik, sondern wie schnell und wie sicher man die Reifen in ihr Arbeitsfenster bringt. Hülkenberg schaffte es mit einem Trick. Als einziger bereitete er seine schnelle Runden mit zwei Aufwärmrunden vor. Raus aus der Box, dann eine Zeit zwischen 1.40 und 1.42 Minuten, dann den Hammer fallen lassen.

"Der Gedanke ist mir über Nacht gekommen. Ich habe es im letzten Jahr ähnlich gemacht. Es ist unheimlich schwierig hier, die Reifen anzuwerfen. Weil wir uns nicht sicher waren, ob der Reifen gleich in seiner ersten Runde da ist, sind wir vorher zwei Runden gefahren. Das gab mir die Möglichkeit, die Reifen vorne und hinten sanft in ihr Fenster zu bringen." Auf die Frage, warum nur er auf diese Idee kam, meinte der Sauber-Pilot: "Das hat für uns funktioniert, muss aber nicht pauschal für alle gelten. Jedes Auto ist anders."

Kommentar schreiben

Es ist noch kein Kommentar vorhanden. Seien Sie der Erste und sagen Sie und Ihre Meinung.

Neues Heft
Empfehlungen aus dem Netzwerk
3D Felgenkonfigurator
Anzeige
Whatsapp
Immer auf dem neuesten Stand mit unserem WhatsApp-NewsletterJetzt kostenlos anmelden