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Hülkenberg ratlos

"Kein Gefühl für die Reifen gefunden"

Nico Hülkenberg - Force India - Formel 1 - GP Italien - 6. September 2014 Foto: xpb 59 Bilder

Für Nico Hülkenberg endete das Abschlusstraining zum GP Italien mit einer Enttäuschung. Der Siebte der WM startet nur von Platz 13. Hülkenberg haderte mit den Reifen und kann sich nicht erklären, warum er sie nicht auf den Punkt gebracht hat, an dem sie optimal haften.

06.09.2014 Michael Schmidt

Am Freitag war das Setup Schuld. Samstagmorgen konnte Nico Hülkenberg aufatmen. Sein Force India funktionierte wieder so, wie er sollte. Im dritten freien Training landete der Deutsche mit einem Rückstand auf 1,089 Sekunden auf Platz 10. Drei Positionen vor Teamkollege Sergio Perez.

Zwei Stunden später in der Qualifikation war es genau umgekehrt. Perez fuhr auf den zehnten Startplatz, und Hülkenberg geht vom 13. Rang aus ins Rennen. Eigentlich wäre es der 14. Platz gewesen, doch Daniil Kvyat muss nach dem Einsatz des sechsten Motors zehn Positionen zurück. Und bei Perez deutete sich ein Getriebeproblem an, dass ihn am Sonntag vielleicht auch noch Startplätze kostet. Trotzdem kann das Fazit aus Sicht von Hülkenberg nur lauten: "Das Resultat ist eine Enttäuschung."

Auf den Topspeed kann sich Hülkenberg nicht verlassen

Hülkenberg stellte das Trainingsergebnis vor Rätsel: "Ich habe nie den Punkt gefunden, an dem die Reifen richtig haften. Sergio gelang es einmal, dann hatte er das gleiche Problem wie ich. Ich hatte nicht mal ein Gefühl dafür, ob da ein harter oder weicher Reifen drauf ist." Dazu kam, dass Hülkenberg bei seinem zweiten Versuch im Q2 zu spät auf die Strecke gegangen ist. "Dadurch steckte ich im Verkehr."

Hülkenberg hat sich trotzdem WM-Punkte als Ziel gesetzt.Auf seinen Topspeed von 347,3 km/h allein kann er sich aber nicht verlassen. "Die anderen haben aufgeholt. Der Mercedes-Faktor ist nicht mehr so groß wie er einmal war. Ferrari fährt auf der Gerade schneller als wir. Überholen ist in Monza erfahrungsgemäß schwieriger als anderswo. Weil es bei so wenig Abtrieb härter ist, am Vordermann dranzubleiben."

Deshalb wird viel von der ersten Runde abhängen. In Spa machte Hülkenberg drei Plätze gut. Mit der Strategie sind die Möglichkeiten begrenzt. Force India wird seine Qualitäten nur in den letzten Runden ausspielen können. Dann, wenn die harten Reifen thermisch abbauen. Da könnte ein reifenschonendes Auto ein Joker sein.

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