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Hülkenberg über rutschige Strecke

"Mit einem Bein immer in der Mauer"

Nico Hülkenberg - Force India - Formel 1 - GP Mexiko - 30. Oktober 2015 Foto: xpb 73 Bilder

Für Nico Hülkenberg und sein Force India-Team lief der erste Trainingstag in Mexiko-City nicht wie geplant. Die Lenksäule musste getauscht werden. Dann wurde in Sachen Kühlung nachgerüstet. Und der glatte Asphalt schmeckt dem Auto auch nicht besonders.

31.10.2015 Tobias Grüner

Nico Hülkenberg hatte nach dem zweiten Training ein breites Grinsen im Gesicht. Das war nach Platz 11 und einem durchwachsenen Tag nicht unbedingt zu erwarten. Doch der Force India-Pilot liebt bekanntlich ungewöhnliche Bedingungen. Und viel ungewöhnlicher als am Freitag (30.10.2015) in Mexiko-City ging es eigentlich nicht. Schuld war der rutschige Asphalt.

Wenig Grip auf der Linie, kein Grip daneben

"Das war ein Ritt auf der Rasierklinge", staunte der lange Rheinländer. "Das war schon krasser als normal. Man hatte immer das Gefühl, dass man mit einem Bein in der Mauer ist. Man hatte nie die hundertprozentige Kontrolle. 10 Zentimeter neben der Linie gab es einfach keinen Grip mehr. Ein bisschen daneben und Du bist nur noch Passagier. Das ist fast wie Eis. So etwas habe ich noch nie erlebt."

Im Gegensatz zu vielen anderen Piloten kam Hülkenberg ohne größere Ausrutscher oder Dreher über den Tag. In der Früh verlor der Deutsche aber auch etwas Zeit mit einem technischen Problem. "Die Lenksäule hat sich irgendwie komisch angefühlt. Die mussten wir tauschen."

Kaum war das Problem gelöst, tauchte das nächste auf. Wegen der dünnen Luft in 2.200 Metern Höhe funktionierte die Kühlung nicht wie erwartet. "Die Bremsen und der Motor wurden ein wenig heiß", erklärt Hülkenberg. "Da mussten wir etwas anpassen. Der Effekt der Höhe wurde offenbar etwas unterschätzt. Das kostet leider Rundenzeit."

Hülkenberg erwartet engen Kampf um Top Ten-Plätze

So war es auch nicht verwunderlich, dass der Speed am Ende nicht ganz passte. Hülkenberg landete immerhin noch auf Rang 11, Teamkollege Sergio Perez musste mit Rang 15 leben. "Heute war es noch nicht so super. Wir waren allerdings auch mit als Erstes auf den weichen Reifen draußen", analysiert Hülkenberg.

Jetzt müssen die Ingenieure die richtigen Schlüsse aus der Rutschpartie ziehen und das Setup entsprechend anpassen. Hülkenberg erwartet große Konkurrenz beim Kampf um die Startplätze in der vorderen Hälfte. "Wir müssen uns anstrengen, dass wir in die Top Ten kommen. Das ist unser Anspruch und unser Ziel. Das wird aber eine enge Kiste." Mehr Zuversicht besteht in Hinblick auf das Rennen: "Die Longruns sahen etwas vielversprechender aus als der Speed auf einer Runde."

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