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Hülkenberg verlässt Force India

Renault-Deal perfekt

Nico Hülkenberg - Force India - Formel 1 - GP Singapur - 15. Septemberg 2016 Foto: sutton-images.com 59 Bilder

Nico Hülkenberg wird Force India zum Saisonende verlassen. Das hat der Rennstall in einer Pressemitteilung am Freitagmorgen (14.10.2016) bekannt gegeben. Wenige Stunden später vermeldete Renault, den Rheinländer verpflichtet zu haben.

14.10.2016 Andreas Haupt 1 Kommentar

Eigentlich hatte Nico Hülkenberg für das kommende Jahr einen Vertrag mit Force India. Eigentlich. Schon seit Wochen verdichteten sich im Fahrerlager die Gerüchte, der Le Mans-Sieger von 2015 könnte den indisch-englischen Rennstall trotzdem verlassen und zu Renault gehen. Aus dem Gemunkel wird nun Realität.

Wechsel zu Renault nur noch Formsache

Wie Force India in einer siebenzeiligen Pressemitteilung am Freitagmorgen (14.10.2016) bestätigte, trennen sich die Wege beider Parteien am Ende der Saison. Nach fünf gemeinsamen Jahren wird Hülkenberg in Abu Dhabi seinen letzten GP für Force India fahren. „Jeder bei Force India wünscht Nico alles Gute auf seinem neuen Weg. In den gemeinsamen fünf Jahren ist Nico ein toller Freund geworden. Er hat viel zu unserem Erfolg beigetragen“, sagt Force India-Besitzer Vijay Mallya. „Er ist ein außergewöhnlicher Fahrer, der mehr Punkte für dieses Team eingefahren hat als jeder andere. Wir werden ihn vermissen, respektieren aber seinen Wunsch nach einer neuen Herausforderung. Es wäre falsch gewesen, dem im Weg zu stehen.“

Hülkenberg dockt 2017 bei Renault an. Das hat der französische Autobauer bereits verkündet. Ein Schlupfloch in seinem Vertrag lässt es zu, schon kommende Saison zum französischen Rennstall zu wechseln. Man hört von verspäteten Gehaltszahlungen, die eine Vertragsauflösung mit Force India ermöglichten. Ein sicheres Gehalt und die Anstellung bei einem Werksteam dürften schlussendlich als Argumente für Hülkenberg gezogen haben.

„Als Teil der Renault Familie will ich an der Entwicklung des Autos beitragen und neue Erfolgsgeschichten schreiben“, sagt Hülkenberg. „Es war immer mein Traum, für ein Werksteam zu arbeiten. Die neuen Formel 1-Regeln stellen für unser Team eine gute Chance dar. In den kommenden Jahren wird Renault die Rolle des Herausforderers spielen, was zu 100 Prozent zu meiner Herangehensweise an den Rennsport passt.“

Als Teamkollege wünscht sich Renault Valtteri Bottas, der nach aktuellem Stand aber noch für 2017 bei Williams gebunden ist. Wer bei Force India den Platz von Hülkenberg einnimmt, ist noch unklar. Als einer der Kandidaten gilt Pascal Wehrlein.

Seine erste Saison bei Force India bestritt Hülkenberg 2011. Nach einem weiteren Jahr zog es ihn für eine Saison zu Sauber, ehe er zurück zu Force India ging. In fünf Jahren sammelte Hülkenberg für den Rennstall 271 Punkte. Kleiner Makel: Ein Podest sprang bislang nicht heraus. Dafür hat Hülkenberg jetzt noch vier Rennen Zeit.

Neuester Kommentar

Denke das ist der richtige Schritt für Hülkenberg. Renault hat mit dem neuen Regelwerk strategisch einen günstigen Zeitpunkt für den Wiedereinstieg gewählt. Ich denke, dass Renault die 2016er Saison dazu genutzt hat, um den Motor auf ein konkurrenzfähiges Level zu heben sowie die Prozesse und Organisation im Hintergrund zu optimieren. Die 2016er Saison war ja eigentlich von Anfang an abgehakt. Mehr als eine Warmup-/Entwicklungs-Saison war das für Renault sicher nie. Daher haben sie sich mit Sicherheit bereits recht frühzeitig intensiv auf die Entwicklung des 2017er Boliden konzentriert. Budget und Entwicklungszeit sollten passen, um für 2017 ein konkurrenzfähiges Fahrzeug auf die Beine zu stellen.

PeterSchlosser 16. Oktober 2016, 11:56 Uhr
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