6 Ausgaben testen + IAA Ticket gratis sichern!

6 Ausgaben auto motor und sport mit 35% Preisvorteil zum Preis von nur 15,30 € testen und gratis IAA Ticket im Wert von bis zu 16 € sichern!

Marken
Themen
Artikel
Videos
Baureihen
Alle Treffer mit anzeigen

Hülkenberg Best of the Rest

Getriebetausch kostet 5 Startplätze

Nico Hülkenberg - Renault - GP Ungarn - Budapest - Formel 1 - 28.7.2017 Foto: sutton-images.com 101 Bilder

Nico Hülkenberg glückte im Freitagstraining zum GP Ungarn erst ein neunter, dann ein siebter Platz. Der Renault-Pilot will weiter erster Verfolger von Mercedes, Red Bull und Ferrari bleiben, doch es gibt einen Haken. Renault wechselt das Getriebe.

28.07.2017 Andreas Haupt

Nach 58 Runden oder 254,098 Kilometer zieht Nico Hülkenberg zufrieden Bilanz. „Es war einer der besseren Freitage in diesem Jahr. Sowohl auf eine Runde als auch im Longrun fühle ich mich wohl im Auto. Obwohl es im Longrun durch die zwei Rotphasen und den dichten Verkehr nicht einfach war, in den Rhythmus zu kommen.“ Das Ergebnis bestätigt den Fahrer. Nach 180 Minuten verbuchte der lange Rheinländer die siebtschnellste Trainingszeit im Feld. Nur Mercedes, Ferrari und Red Bull waren schneller. Und die liegen für Renault in diesem Jahr außer Reichweite.

Neuer Frontflügel erst am Samstag

Immerhin entwickelt der französische Werksrennstall auf dem Niveau der drei Topteams. Fast zu jedem Rennen schickt die Techniktruppe vom Teamsitz in Enstone neue Teile. In Silverstone waren es ein Unterboden und Leitbleche. Beides machte den R.S.17 auf dem Highspeed-Kurs in England schneller. Beides funktioniert auch in den langsamen und mittelschnellen Kurven des Hungarorings. Was Hülkenberg darin bestätigt, dass sein Team in die richtige Richtung arbeitet. Der gelb-schwarze Rennwagen ist nicht wie zu Saisonbeginn nur im Qualifying-Modus schnell. Sondern geht jetzt auch pfleglicher mit den Reifen um. Der Anpressdruck liegt konstanter an. Die Ingenieure haben mehr Freiheiten bei der Fahrwerkseinstellung.

Nico Hülkenberg - Renault - GP Ungarn - Budapest - Freitag - 28.7.2017 Foto: xpb
Ein Getriebetausch kostet Nico Hülkenberg in Ungarn fünf Startplätze.

Ab Samstag soll ein neuer Frontflügel das Technik-Paket ergänzen. „Der Flügel kam leider verspätet an. Deshalb konnten wir ihn heute nicht einsetzen.“ Die neue Frontpartie verspricht einen weiteren Zugewinn. Trotzdem steht Hülkenberg ein schweres Rennen bevor. Renault muss nach dem GP England und vor dem sechsten aufeinander folgenden Rennen das Getriebe in seinem Auto tauschen. Das verstößt gegen Artikel 23.5a des Sportgesetzes. Das Team meldete den Wechsel bereits am Mittwoch, 19. Juli, bei der FIA an. Der Austausch der Kraftübertragung wird Hülkenberg nach dem Qualifying um fünf Plätze zurückwerfen.

Doppelt bitter: Eine gute Startposition ist der Schlüssel für ein gutes Rennergebnis. Weil der Hungaroring zu den überholunfreundlichsten Strecken im Kalender zählt. Die längste Gerade misst keine 800 Meter. „Wenn du einem anderen Auto folgst, verlierst du so viel Abtrieb. Besonders im zweiten Sektor“, klagt der Le Mans-Sieger von 2015. „Du musst zwangsläufig vom Gas.“

Renault soll vierte Macht werden

Die Gegenwehr im Mittelfeld wird die Aufholjagd erschweren. Fernando Alonso reihte sich am Freitagnachmittag eine Position hinter Hülkenberg ein. Mit einem Abstand von 101 Tausendstel. Am Vormittag waren beide McLaren vor Renault gelegen. „Sie machen einen starken Eindruck. Es war zu erwarten, dass McLaren hier ein echter Gegner ist. Ungarn ist die zweitunwichtigste Strecke für die Motorleistung. Mit ihrem Chassis und der Aerodynamik stehen sie gut da. Das wissen wir.“

Dass Teamkollege Jolyon Palmer nach seinem Unfall wohl auf eine ältere Spezifikation des Unterbodens zurückrüsten muss, kommentiert Hülkenberg süffisant. „Man muss sich die Teile eben besser einteilen.“ Ohnehin achtet der WM-Zehnte nicht auf seinen Teamkollegen, sondern die Entwicklung des eigenen Teams. „Auch nach der Sommerpause werden wir noch Upgrades bringen. Was wir in diesem Jahr verbessern und übers Auto lernen, hilft uns auch 2018.“ Für das kommende Jahr hat Hülkenberg ein klar definiertes Ziel. „Wir wollen die vierte Macht hinter den drei großen werden. Das ist schon eine große Aufgabe. Ich glaube nicht, dass wir die Lücke nach vorn schon schließen können. Dafür brauchen wir mehr Zeit.“u

Kommentar schreiben

Es ist noch kein Kommentar vorhanden. Seien Sie der Erste und sagen Sie uns Ihre Meinung.

Neues Heft
3D Felgenkonfigurator
Anzeige
Whatsapp
Immer auf dem neuesten Stand mit unserem WhatsApp-NewsletterJetzt kostenlos anmelden