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Hülkenberg vom F1-Kalender enttäuscht

Porsche hat bis Dezember Zeit

Nico Hülkenberg - Force India - Formel 1 - GP Russland - Sochi - Donnerstag - 8.10.2015 Foto: xpb 101 Bilder

Nico Hülkenberg ist der Mann im Fahrerlager, der sich am meisten über den neuen Terminkalender der Formel 1 geärgert hat. Nach jetzigem Stand kann er seinen Sieg in Le Mans 2016 nicht verteidigen. Weil da der GP Aserbaidschan auf den Plan steht. Hülkenberg hofft, dass das letzte Wort noch nicht gesprochen ist.

08.10.2015 Michael Schmidt

Der Formel 1 ist nichts heilig. In den letzten Jahren gab es ein ungeschriebenes Abkommen zwischen FIA-Präsident Jean Todt und Bernie Ecclestone. Am Termin der 24 Stunden von Le Mans darf kein Grand Prix stattfinden. Das ist seit der letzten Weltratsitzung am 30. September Makulatur. Am Termin des Langgstreckenklassikers findet nun doch ein Grand Prix statt. Und ausgerechnet auch noch einer, der die Aufmerksamkeit auf die Formel 1 richten wird. Die GP-Premiere in Aserbaidschan auf einer der spektakulärsten Strecken im Kalender.

Für Nico Hülkenberg ist das eine schlechte Nachricht. "Natürlich bin ich enttäuscht vom Kalender. Ich wäre gerne wieder in Le Mans gefahren." Der Sieger von 2015 hatte auch schon mit Porsche über einen Einsatz gesprochen. Es besteht ein beiderseitiges Interesse, die Erfolgsstory fortzusetzen. Das ist jetzt erst einmal gestorben. "Ich muss es akzeptieren, wie es ist. Da sind mir die Hände gebunden. Es macht auch wenig Sinn, mit Bernie darüber zu reden. Er wird es kaum für mich ändern."

Entscheidung für fünften Motor fällt spät

Trotzdem hat Hülkenberg die Hoffnung, dass noch einmal Bewegung in den GP-Kalender kommt. Dass vielleicht der einflussreiche AC de L‘Ouest Druck auf die FIA ausübt, um eine Terminkollision zu vermeiden. Der endgültige Kalender wird in der Regel bei der Meisterehrung im Dezember präsentiert. "Das würde Porsche noch reichen, seine Fahrerwahl zu treffen", glaubt Hülkenberg, fügt aber hinzu: "Auch die haben eine Frist, wann sie das Auto besetzen müssen." Eines stellt der Force India-Pilot aber klar: "Ich würde für Le Mans keinen Grand Prix opfern. Die Formel 1 hat Priorität."

In der Formel 1 dreht sich für Hülkenberg derzeit alles um die Frage, ob er eine Motorstrafe vermeiden kann. Wegen des Motorschadens in China ist er in einem anderen Rhythmus als alle anderen Mercedes-Fahrer. Er hat seinen vierten Motor bereits beim GP Singapur eingesetzt. Deshalb ist er der einzige Mercedes-Fahrer, der in Sochi kein frisches Triebwerk bekommt.

Theoretisch ist es möglich, mit den Motoren im System die Saison zu überstehen. Wenn er am Freitag weiter auf Kilometer verzichtet. Oder wenn er nochmals wegen eines Defekts oder Unfalls ausfällt. Doch das will Hülkenberg natürlich nicht. "Wir werden die Entscheidung für den fünften Motor so lange wie möglich hinauszögern. Idealerweise bis zu den letzten beiden Grand Prix. Sollten wir uns vorher aber mal schlecht qualifizieren, könnten wir es ohne großen Schaden vorziehen." Ansonsten wartet Force India auf eine Strecke, auf der man leicht überholen kann. Der ideale Platz wäre Interlagos.

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