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Hülkenberg vs. Alonso

"Auto kam drei Runden zu spät zurück"

Nico Hülkenberg - GP USA 2013 Foto: xpb 70 Bilder

Nico Hülkenberg fehlt nach seinem sechsten Platz in Austin nur noch ein Punkt auf Platz 10. Der Deutsche hätte fast noch Fernando Alonso geknackt. Doch sein Sauber kam drei Runden zu spät wieder auf Tempo. Erst ab einer bestimmten Spritmenge im Tank geht beim C32 so richtig die Post ab.

18.11.2013 Michael Schmidt

Nico Hülkenberg strahlte nach dem Rennen in Austin. Wieder ein Top Ten-Resultat. Diesmal ein sechster Platz, nur 0,8 Sekunden hinter Ferrari-Pilot Fernando Alonso und 3,0 Sekunden hinter Lewis Hamilton im Mercedes. "Die haben in diesem Jahr schon Rennen gewonnen. In der ersten Saisonhälfte hätten wir nicht davon geträumt, gegen die zu kämpfen."
 
Deshalb hatte der Sauber-Pilot auch damit gerechnet, dass er im Rennen die Positionen gegen die beiden Top-Teams noch verlieren würde. Seit Monza hat Hülkenberg jetzt 40 Punkte gesammelt. Damit fehlt ihm nur noch ein Zähler auf Paul di Resta auf WM-Platz 10. Das ist zu schaffen, vor allem, weil es jetzt auf seine Lieblingsstrecke Interlagos geht. Wenn Hülkenberg noch Zehnter wird, dann wäre das nach Platz 14 im Jahr 2010 und Rang 11 in der vergangenen Saison sein persönlich bestes WM-Resultat.

Perez als Puffer vor Alonso

Den ersten Platz verlor Hülkenberg schon beim Start. "Der war gar nicht schlecht, obwohl ich auf der falschen Seite stand. Ich musste Lewis erst oben in der ersten Kurve vorbeilassen, als Webber vor mir querstand." Zwischen Hülkenberg und Alonso lag zunächst der McLaren von Sergio Perez als Puffer. "Sergio war die ersten 15 Runden schneller als ich, aber nicht schnell genug, um vorbeifahren zu können."

Nach dem Boxenstopp konnte Hülkenberg den Vorsprung zu seinem Verfolger bis zur 35. Runde auf 4,2 Sekunden halten. Doch dann drehte der Ferrari-Pilot auf. Alonso schloss die Lücke innerhalb von zehn Runden und war dann auch schnell vorbei. "Fernando kam so schnell von hinten angeflogen. Der war nicht zu halten."

Sauber mit Benzin schwer zu fahren

Wer dachte, Hülkenberg würde jetzt den Anschluss verlieren, sah sich getäuscht. Wenig später rückte der Sauber-Pilot sogar wieder näher an seinen Gegner heran. Zu Beginn der letzten Runde quetschte sich Hülkenberg sogar noch einmal an Alonso vorbei, wurde aber sofort wieder ausgekontert. "Ich habe extrem spät gebremst und konnte das Auto dann nicht mehr rechtzeitig vor ihm reinziehen."

Doch warum lief der Sauber zu so später Form auf, wo er doch schon geschlagen schien? "Das erleben wir häufiger", erzählt Hülkenberg. "Je mehr Benzin im Tank, umso kritischer ist die Balance. Du hast Untersteuern, und das Heck ist auch nicht so stabil wie es sein sollte. Dann kommt irgendwann der Moment, wo sich das Auto erholt, gutmütiger reagiert und schneller zu fahren ist. Diesmal kam es leider drei Runden zu spät. Da war Alonso gerade vorbei."

Auf Force India fehlen 25 Punkte

Trotz der 8 Punkte und der Nullrunde von Force India fehlen Sauber vor dem Finale in Brasilien 25 Punkte auf den Rivalen im Kampf um Platz 6. Ein Teammitglied bei Sauber erinnerte daran, dass Hülkenberg im Vorjahr den GP Brasilien auf dem Force India fast gewonnen hätte.

Im Scherz meinte er: "Hülkenberg gewinnt, und wir sind an Force India vorbei. Das ist einfache Mathematik." Für Sauber wäre das im doppelten Sinne ein Weihnachtsgeschenk. Platz 6 bringt sechs Millionen Dollar mehr als Rang 7.

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