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Hülkenberg wünscht sich Trockenrennen

"Echter Blindflug und kein Vergnügen"

Nico Hülkenberg - Sauber - GP Brasilien - 23. November 2013 Foto: xpb 60 Bilder

Eigentlich ist Nico Hülkenberg bei Mischbedingungen immer besonders gut. Doch diesmal sprang nur der zehnte Startplatz dabei heraus. Sein Sauber bockte. Während er zu Saisonbeginn im Nassen noch besser war als auf trockener Piste, ist es jetzt umgekehrt.

23.11.2013 Michael Schmidt

2010 stand Nico Hülkenberg in Interlagos auf der Pole Position. Es regnete unterschiedlich stark, und er saß in einem Williams. 2012 lag der lange Blonde 30 Runden lang in Führung. Es regnete und trocknete ab, und er fuhr einen Force India. Nach den jüngsten Highlights im Sauber dachte man, das Wetter von Interlagos am Qualifikationstag war maßgeschneidert für Hülkenberg. War es nicht.

Der Sauber benahm sich bei Nässe nicht so wie sonst. "Uns fehlte der Grip, die Balance war nicht da. Ich war nur am Rutschen, es hat sich wie auf Schmierseife angefühlt." Warum das so war, konnte Hülkenberg auch nicht sagen. "Am Anfang der Saison war es genau umgekehrt. Da sahen wir auf Intermediates besser aus als auf Trockenreifen. Jetzt ist es genau umgekehrt."

Gutierrez mit zwei Rädern in der Wiese

In Q1 hat noch alles gepasst. "Ich war zur richtigen Zeit auf der Strecke. Es gab noch ein paar trockene Stellen, und ich habe die Runde gut getroffen." Ganz anders als Teamkollege Esteban Gutierrez, der in Kurve 12 mit zwei Rädern auf die Wiese geriet. "Wenn wir Estebans beste Sektorzeiten zusammenzählen, wäre er Zehnter gewesen", rechnete Teammanager Beat Zehnder nach.

Das alte Lied: Gutierrez hat den Speed, macht aber unter Druck entscheidende Fehler. Im Q2 spürte Hülkenberg bereits, dass er diesmal froh sein konnte, überhaupt ins Top Ten-Finale zu kommen. "Das Fenster, in dem das Auto funktionierte, war unheimlich klein. So gesehen war der Aufstieg ins Q3 ein Erfolg. Ich wollte die Toro Rosso schlagen, aber bei denen lief es umgekehrt zu uns. Sie sind im Regen stärker als im Trockenen."

Im Regen keine Überholmanöver

Nach den schlechten Erfahrungen im Regen wünscht sich Hülkenberg für seinen letzten Auftritt im Sauber ein Trockenrennen: "Ich würde gerne mal unser Auto im Trockenen spüren. Auch das wird eine Herausforderung, weil wir ja keine Runde auf trockener Piste gefahren sind. Du musst dir erst mal wieder deine Bremspunkte suchen und schauen, mit wie viel Speed du in die Kurven reinfahren kannst."

Auch aus Sicherheitsgründen ist der WM-Elfte nicht auf Regen scharf. "Die Gischt auf der langen Geraden ist wirklich übel. Ein echter Blindflug und wirklich kein Vergnügen. Wenn wir im Regen fahren, wird es nicht viele Überholmanöver geben, weil du an der einzigen Stelle, an der du überholen kannst, nichts siehst."

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