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Hülkenbergs Höhenflug hält an

"Auch ohne Le Mans nicht langsamer"

Nico Hülkenberg - Force India - GP Österreich - Qualifiying - Formel 1 - Samstag - 20.6.2015 Foto: xpb 49 Bilder

Nico Hülkenberg schwebt auf Wolke sieben. Vier WM-Punkte in Montreal, der Sieg in Le Mans, fünfter Startplatz in Spielberg. Der Force India-Pilot überraschte sich selbst. Er sieht aber keinen Zusammenhang zu seinem Le Mans-Triumph.

20.06.2015 Michael Schmidt

Es gibt Momente, da gelingt alles. Für Nico Hülkenberg begann mit dem GP Kanada eine goldene Serie im Wochentakt. Der achte Platz beim GP Kanada erlöste ihn von einer punktelosen Serie, die sich über fünf Rennen zog. Dann der Sieg von Le Mans, der Hülkenberg auf Ewigkeit in die Geschichtsbücher des Motorsports schreibt. Und nur sechs Tage nach dem größten Erfolg in seiner Karriere setzte der lange Rheinländer wieder eine Duftmarke.

Startplatz 5 beim GP Österreich. Und das mit einem Force India, dem es an Abtrieb fehlt. Doch die Fahrer und Ingenieure haben gelernt, mit dem Handikap umzugehen. Und sie sind Spezialisten darin, das Maximum aus ihren Chancen herauszuholen. "Der Kurs hier ist wie Montreal eine Motorenstrecke. Und wir fahren die weichen Reifenmischungen. Das hilft uns schon einmal generell. Und außerdem verstehen wir unser Auto immer besser. Wir haben gelernt, mit dem Setup unsere Schwächen einigermaßen zu kompensieren." Hülkenberg spricht davon, dass Force India jetzt das Fenster an Bodenfreiheiten besser findet, in dem das Auto einigermaßen Anpressdruck generiert.

Platz fünf eine Überraschung für Hülkenberg

Mit einer Platzierung in den Top Ten hat der frisch gebackene Le Mans-Sieger gerechnet. Nicht aber mit dem fünften Platz, und dass er sich in letzter Minute noch vor einen Williams schieben konnte. "Ich hatte von Anfang an einen guten Rhythmus und fühlte mich wohl im Auto. Es wurde jede Runde schneller. Die grüne Strecke nach dem Regenguss war auch gut für uns. Das mag unser Auto. Aber Platz 5 ist definitiv auch für mich eine Überraschung."

Gab der Sieg in Le Mans den nötigen Rückenwind? Hülkenberg sieht da keinen Zusammenhang: "Der Sieg war gut fürs Ego und für das Selbstvertrauen. Ich wäre aber auch ohne Le Mans nicht langsamer gefahren. Und ich war ja schon in Montreal stark unterwegs. Da ist mein Lauf bereits gestartet." Hülkenberg erwartet viel Arbeit am Sonntag: "Die Willians und Lotus werden uns Feuer geben. Ich werde von hinten einiges abkriegen."

Hoffnung auf die B-Version

Dass Force India trotz der Defizite des Autos im Kampf um den fünften Platz in der Konstrukteurs-WM immer noch bei der Musik ist, wertet Hülkenberg als Wunder. "Es liegt daran, dass wir uns mit ein paar guten Rennen da hingehamstert haben und die anderen viele Haken drin hatten." In Silverstone kommt die lang erwartete B-Version. Die einen im Team erwarten einen Sprung von einer Sekunde. Die anderen sind nur vorsichtig optimistisch. Und wo liegt Hülkenberg: "Ungefähr in der Mitte. Oft wird dir von einem Upgrade Gott und die Welt versprochen und es wird dann nicht eingehalten. Ich möchte abwarten und das Auto spüren, bevor ich ein Urteil abgebe. Trotzdem bin ich optimistisch, dass wir einen Sprung vorwärts machen werden."

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