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Start-Crash in Singapur

Hülkenbergs 100 Meter-Grand Prix

Nico Hülkenberg - GP Singapur 2016 Foto: sutton-images.com 66 Bilder

Nico Hülkenberg hatte den besten Start in dieser Saison. Doch dann endete der Spurt in die erste Kurve in der Mauer. Die Lücke zwischen den zwei Toro Rosso wurde immer enger. Platz 6 wäre an diesem Tag drin gewesen.

19.09.2016 Michael Schmidt 2 Kommentare

100 Meter lang hatte Nico Hülkenberg ein breites Grinsen im Gesicht. „Das war der mit Abstand beste Start in dieser Saison. Man könnte sagen perfekt. Die Kupplung hat am optimalen Punkt zugepackt, ich hatte den richtigen Schlupf, gerade dass es den Grip nicht gebrochen hat. Wenn ich durchgezogen hätte, wäre ich in der ersten Kurve Vierter oder Fünfter gewesen.“

Doch so weit kam der Force India-Pilot nicht. Als vorne Max Verstappen nicht in Gang kam, begann der ganze Zug hinter dem Red Bull nach rechts auszuweichen. Auch die beiden Toro Rosso, auf die Hülkenberg rasend schnell aufschloss. Der Force India war schon fast vorbei, als ihn Carlos Sainz am linken Hinterrad streifte.

Und dann ging die Post ab. Hülkenberg schoss nach links durch das Feld in die Boxenmauer. „Für einen kurzen Moment dachte ich: Scheiße, da kommen ja noch ein paar. Zum Glück wurde ich nicht getroffen.“

Toro Rosso-Lücke wird immer enger

Hülkenberg gab den Toro Rosso-Piloten keine Schuld. Er sprach von einem typischen Startunfall. So sah es auch die Rennleitung. Die Untersuchung wurde eingestellt. „Ich sah im Augenwinkel ein Auto, das langsam wurde. Dann sind alle nach rechts. Ich hatte so viel Momentum, dass ich in die Lücke zwischen den Toro Rosso gestochen bin.“

„Als ich reinfuhr, war sie noch da. Rechts war der Platz durch Kvyat begrenzt. Und links von mir kam Carlos immer weiter nach rechts, weil er Verstappen ausweichen musste. Als ich merkte, dass es eng wird, kam ich nicht mehr raus aus der Falle.“

Wäre die Aktion gut gegangen, hätte Hülkenberg im Rückblick auf Platz 6 hinter Sebastian Vettel landen können. Kleiner Trost: „Wir haben Punkte auf Williams gutgemacht. Sergio ist ein ganz starkes Rennen gefahren mit 36 Runden auf einem Reifensatz. Aber heute wäre noch mehr drin gelegen.“

Als der Force India rückwärts in die Boxenmauer einschlug, löste sich nur scheinbar das rechte Hinterrad. Tatsächlich war es lediglich der Reifen. Er schälte sich von der Felge, weil das Rad beim Aufprall in der Mitte auseinanderbrach.

Neuester Kommentar

Verstrappen scheint, als Langsamster, nach rechts in den Verkehr zu ziehen, statt nach links auszuweichen. Bei ihm triumphiert noch Aggressivitaet ueber Ueberblick.
DRB

dbilger 19. September 2016, 16:48 Uhr
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