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Hülkenberg in guter Position

Sticht der Reifen-Joker im Rennen?

Nico Hülkenberg - Force India - Formel 1 - GP Australien - Melbourne - 19. März 2016 Foto: xpb 58 Bilder

Trotz der Mittelfeldplätze 9 und 10 herrschte bei Force India gute Stimmung. Die neuen Reifenregeln könnten Sergio Perez und Nico Hülkenberg im Rennen ganz groß rausbringen. Mit frischen, härteren Gummis sind am Sonntag Führungsrunden möglich.

19.03.2016 Tobias Grüner

Bei Force India konnte man das Glück kaum fassen. Die Plätze 9 und 10 waren wie ein Sechser im Lotto. Es sind die erste Ränge außerhalb des Q3. Sergio Perez und Nico Hülkenberg sind nach den neuen Reifenregeln damit die ersten Piloten, die sich zum Start neue Gummis aufziehen lassen dürfen.

"Wir sind in einer guten Position", grinst Hülkenberg verschmitzt. "Die Supersofts dürften am Start nicht besonders lange halten." Die ersten 8 Piloten müssen auf den gebrauchten Reifen losfahren, mit denen sie schon im Qualifying unterwegs waren. Force India kann nicht nur frische Sohlen aufziehen lassen, sondern auch härtere - entweder Soft oder gar Medium.

Force India greift Williams, Toro Rosso und Red Bull an

Wenn die Konkurrenz wie erwartet früh an die Box abbiegt, dürften Perez und Hülkenberg zwischenzeitlich das Feld anführen. Danach kommt es auf die richtige Taktik an. Mindestens die Plätze ab Rang 5 will man dank des Reifenvorteils angreifen. "Das wird ganz eng. Ich bin mal gespannt, wie die Longrun-Geschichte im Rennen aussieht und wer der große Reifenflüsterer ist", analysiert Hülkenberg.

Etwas verärgert war der Deutsche nur, dass er im teaminternen Duell den Kürzeren zog. Die entscheidende Runde im Q2 war ein Zehntel langsamer als die von Perez: "Mein erster Sektor war nicht überragend. Und am Ende der Runde sind meine Hinterreifen komplett gestorben. Da habe ich auch nochmal ein bisschen Zeit gelassen", so der Rheinländer.

Besonders beeindruckt zeigte sich Hülkenberg von Toro Rosso: "Die sind nicht schlecht, mein lieber Mann. Aber das konnte man schon ein bisschen erwarten. Die sahen schon in Barcelona stark aus. Sie haben aerodynamisch ein sehr gutes Auto." Für Force India ist das ein Vorbild: "Wenn man sieht, dass Toro Rosso da vorne mitfährt - mit einem Motor, der weniger Power hat. Da muss von uns auch noch was kommen. Und da kommt auch was. Je früher, desto besser."

Hülkenberg nicht begeistert vom neuen Qualifying

Die große Überraschung über das neue Qualifying-Format kann Hülkenberg nicht nachvollziehen: "Wir haben doch schon vorher erwartet, dass es im Q3 nicht viel Action gibt. Das ist natürlich nicht so toll für die Fans. Aber das haben wir kommen sehen. Deshalb waren wir Fahrer auch nicht für das neue Qualifying-Format. Es sieht nicht gut aus, wenn noch 3 Minuten auf der Uhr sind und nichts mehr passiert."

Ansonsten habe der neue Modus auch seinen Reiz: "Für die Fahrer ist es etwas herausfordernder. Der Fokus liegt jetzt mehr auf den ersten Runs in der jeweiligen Session. Ansonsten war es aus meiner Sicht nicht dramatisch anders. Aber besonders begeistert bin ich nicht. Für Mittelfeld-Teams war es früher auch ein Highlight ins Q3 zu kommen. Das wurde damit jetzt gekillt. Die 3-4 Top-Teams buchen die Plätze in den ersten 8."

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