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Hülkenberg lobt Verstappen

„Würde mir auch auf die Schulter klopfen“

Nico Hülkenberg - GP Italien 2016 Foto: sutton-images.com 99 Bilder

Viele Fahrer haben sich kritisch zur Verteidigungsaktion von Max Verstappen gegen Kimi Räikkönen geäußert. Nico Hülkenberg hat eine andere Meinung. Für den Rheinländer ging die Aktion nicht nur in Ordnung. Er zeigte sich sogar beeindruckt.„

01.09.2016 Tobias Grüner 2 Kommentare

Es verging keine Presserunde am Donnerstag (1.9.2016), in denen die Fahrer nicht zum Fall Max Verstappen und zu dessen beinharter Verteidigungsaktion gegen Kimi Räikkönen befragt wurden. Viele Piloten zeigten sich dem Red Bull-Youngster kritisch gegenüber. Nur wenige ergriffen Partei für den Holländer.

Sergio Perez gab an, dass er noch bisher keine Aktion von Verstappen gesehen habe, die über dem Limit war. Fernando Alonso verteidigte seinen Kollegen, weil er mit der Aktion gegen keine Regeln verstoßen habe. Das Spurwechsel-Manöver habe schließlich auf der Geraden stattgefunden und nicht in der Bremszone, analysierte der Spanier.

Hülkenberg beeindruckt von Verstappen

Am deutlichsten ergriff allerdings Nico Hülkenberg Partei für den Red Bull-Mann. Er verteidigte Verstappen nicht nur, sondern lobte das gelungene Manöver. „Es ist eine Kunst, genau im perfekten Moment rüberzuziehen, so wie er das gemacht. Und dadurch Kimi die Luft zu nehmen. Es ist nicht so leicht, das so zu timen. Wenn mir das so gelingen würde, dann würde ich mir auch erstmal auf die Schulter klopfen.“

Allerdings zeigte Hülkenberg auch Verständnis für den Ärger der Ferrari-Piloten: „Keiner mag es überholt zu werden. Man versucht immer die Angriffe des Gegners abzuwehren. Max ist sehr gut drin. Ich fand das Manöver okay. Ich kann aber auch nachvollziehen, dass sich Leute darüber aufregen. Meinungen gehen bei so etwas immer auseinander. Wenn man selbst beteiligt ist, spielt das natürlich auch eine Rolle.“

Hülkenberg gibt sich als echter Racer

Hülkenberg ist bekannt dafür, dass er nicht sofort nach Strafen schreit, wenn es hart zur Sache geht. Duelle sollten solange es geht auf der Strecke ausgetragen werden. In den sozialen Netzwerken bekam er nach dem Rennen in Spa viel Applaus für seine faire Aussagen zum Zweikampf mit Alonso in der Boxengasse. Statt sich über die aggressive Gangart des Spaniers zu beklagen, lobte er seinen Gegner für das harte Duell, bei dem Alonso erst im letzten Moment nachgegeben hatte.

Wie man gegen einen anderen Fahrer kämpft, hängt laut Hülkenberg auch immer vom Gegner ab: „Es gibt Unterschiede, je nachdem mit wem man es zu tun bekommt. Jeder Fahrer hat eine eigene Handschrift, wie aggressiv er verteidigt. Je nachdem stellt man sich individuell darauf ein. Ich habe mit Max aber leider noch nie so richtig einen Kampf gehabt, wenn ich mich richtig erinnere.“

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"Wenn mir das so gelingen würde, dann würde ich mir auch erstmal auf die Schulter klopfen.“
Das glaube ich. Schließlich ist Hülkenberg – auch wenn ich ihn an sich mag – mitunter selbst nicht für unfaire Aktionen zu schade. In Monza hat er vor einigen Jahren mehrfach hintereinander zu seinem Vorteil die Schikane abgekürzt und den Platz natürlich nicht hergegeben. Auch null Spur von Einsicht (allerdings wurde er merkwürdigerweise auch nicht bestraft).
Insofern passt seine Aussage wenigstens zu seinem Verhalten. Das hat nix mit Kontra zu tun, das ist geradlinig.

Ollie Mengedoht 2. September 2016, 12:12 Uhr
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