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Hülkenberg verpasst Podium

„Habe über Safety-Car geflucht“

Nico Hülkenberg - GP Belgien 2016 Foto: sutton-images.com 62 Bilder

Nico Hülkenberg hatte in Spa-Francorchamps die große Chance, seine erste Podiumsplatzierung in der Formel 1 zu feiern. Im Interview spricht der Rheinländer über das Pech des Rennabbruchs und Force Indias Sturm auf Platz 4 in der Teamwertung.

29.08.2016 Michael Schmidt

Froh über Platz 4? Oder wäre ein Podium ohne die Unterbrechung drin gewesen?

Hülkenberg: Wer weiß das schon. Es waren ja erst 10 Runden gefahren. In dem Moment sah es natürlich gut aus. Es war schon ärgerlich.

Wie groß war der Frust beim Abbruch?

Hülkenberg: Ich hatte schon über das Safety-Car geflucht. Das hat den ganzen Vorsprung eingedampft. Ich lag ja schon 6 Sekunden vor Ricciardo. Ich war selber überrascht, dass ich ihm auf den Supersoft-Reifen so gut wegfahren konnte. Die Reifen haben besser gehalten als erwartet. Ich dachte eigentlich, dass er mir direkt im Heckflügel sitzt oder mich überholt.

Beim Start ging es drunter und drüber. Wie sah das aus Ihrer Perspektive aus?

Hülkenberg: Ich hatte einen guten Start und war innen auf der richtigen Linie. Neben mir gab es ordentlich Flügelsalat. Ich wusste, dass ich in Eau Rouge etwas vorsichtig sein muss. Ich hatte gesehen, dass bei Kimi und bei Verstappen lose Teile hingen. Ohne Frontflügel waren die natürlich einfach einzusammeln.

War das Boxenduell mit Alonso ein Unsafe Release?

Hülkenberg: Nein. Das ist Racing. Ich wusste, dass er dagegenhält. Es ist schließlich Fernando Alonso. Er hat nicht zurückgesteckt. Aber ich habe auch nicht zurückgesteckt.

Wie eng war das Duell mit Sergio Perez im letzten Stint?

Hülkenberg: Wir haben uns mit der Reifenwahl nach der Unterbrechung das Leben selbst etwas schwer gemacht. Da sind wir erst auf Soft gegangen und dann auf Medium. Der Soft hat irgendwie nicht so gut funktioniert im Rennen. Der ist mir unterm Arsch weggegangen. Vor allem der Vorderreifen. Ich war deshalb etwas ängstlich. Ich habe meinen Jungs gesagt, dass die Mediums nur bis zum Ende durchhalten, wenn sie deutlich besser funktionieren als die Softs. Aber das haben sie.

Wie schwer war es, Lewis Hamilton so lange hinten zu halten?

Hülkenberg: Er hat es ein oder zweimal versucht. Da war es ganz knapp vor Les Combes. Dann hat er drei oder vier Runden etwas Tempo rausgenommen und die Reifen geschont. Und dann hat er wieder Attacke gemacht. Da ist er mit DRS vorbei.

Force India liegt jetzt in der WM-Wertung vor Williams auf Rang 4.

Hülkenberg: Das war heute generell ein sehr positiver Tag für uns. Die Plätze 4 und 5 kommen natürlich auch deshalb zustande, weil die Ferrari gepatzt haben. Ein Red Bull war weg. Das war natürlich ein bisschen Glück. Aber es ist wichtig, dass man an solchen Tagen da ist und die Punkte mitnimmt. Es ist schön jetzt Vierter zu sein. Aber eigentlich ist es mir Wurst, wo wir heute stehen. Am Sonntagabend in Abu Dhabi, wenn die letzte Flagge gefallen ist, müssen wir noch auf Platz 4 liegen. Das sind noch 8 Rennen. Eine Menge Holz. Das wird ein Duell auf Augenhöhe mit Williams bis zum Ende der Saison. Mal werden sie eine Strecke haben, die ihnen besser liegt, mal wir. In Monza erwarte ich sie ziemlich stark. In Singapur sollten wir wieder Vorteile haben. Das könnte noch ein bisschen hin und her gehen.

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