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Hülkenbergs Reifenpoker geht auf

14 Punkte aus zwei Rennen

Nico Hülkenberg - Formel 1 - GP Brasilien 2015 Foto: xpb 22 Bilder

Nico Hülkenberg kommt zum Saisonfinale wieder in Fahrt. Der Force India-Pilot hat aus den letzten beiden Rennen 14 Punkte geholt. Den sechsten Platz von Sao Paulo verdankt er einem Reifenpoker, der aufging. Keiner der Zweistopper fuhr länger mit einem Satz.

17.11.2015 Michael Schmidt

Force India durfte feiern. Nicht nur den sechsten Platz von Nico Hülkenberg. Die acht Punkte des neuen WM-Zehnten haben den fünften Platz in der Konstrukteurs-WM zementiert. Es ist das beste Resultat der Teamgeschichte. Wer hätte das gedacht nach dem schwierigen Saisonstart mit einem Auto, das erst zum letzten Test fertig wurde und obendrein eine gute Sekunde zu langsam war.

Doch seit in Silverstone die B-Version des VJM08 mit ihren charakteristischen Nasenlöchern debütierte, hat das Team 89 seiner insgesamt 120 Punkte geholt. Hülkenberg steuerte in den letzten beiden Rennen 14 Zähler dazu bei. Trotzdem wird es fast unmöglich, Teamkollege Sergio Perez in der Gesamtwertung noch zu überholen. Dazu müsste Hülkenberg in Abu Dhabi Zweiter werden.

Erster Hülkenberg-Stopp viel früher als geplant

Der GP Brasilien war eines der besten Rennen des Le Mans-Siegers in diesem Jahr. Einziger Schönheitsfehler war ein schlechter Start. Die Hinterreifen drehten zu stark durch. Hülkenberg verlor zwei Plätze an Daniil Kvyat und Valtteri Bottas. "Der Start hat aber am Endresultat nicht so viel geändert. Bottas war zu schnell. Den hätte ich sowieso nicht das ganze Rennen hinter mir halten können."

Kvyat holte sich Force India mit einer aggressiven Strategie. Hülkenberg kam an dem Red Bull-Piloten dank des früheren ersten Boxenstopps vorbei. "Runde 9 war viel früher als geplant. Es war schon ein Risiko, weil Red Bull sofort reagiert hat. Ich musste in der ersten Runde mit den frischen Reifen Attacke machen, und dann wird es schwierig, sie über die Distanz zu managen." Die Garnitur hielt bis Runde 35.

Force India hielt sich beide Optionen offen. Perez stoppte drei, Hülkenberg nur zwei Mal. Das Umfeld zwang ihn dazu. Auch Bottas, und Kvyat kamen nur zwei Mal zum Reifenservice an die Box. "Zwei oder drei Stopps, war nie ganz klar. Schon vor dem Rennen nicht. Nach dem zweiten Stopp wussten wir aber, dass wir durchhalten mussten. Kvyat war immer auf Schlagdistanz. Es sah vielleicht wie ein einsames Rennen aus, doch mir wurde nie langweilig. Ich hatte genug zu tun, die Reifen ins Ziel zu bringen."

Lob für Hülkenberg von der Konkurrenz

Hülkenberg war von allen Zweistoppern der Fahrer, der am längsten mit seinem dritten Reifensatz fahren musste. Nach dem Reifenwechsel in Runde 35 musste er weitere 35 Runden bis ins Ziel durchhalten. Die Reifenexperten der anderen Teams lobten: "Nico hatte von allen Zweistoppern den besten Reifenabbau."

Und das, obwohl ihm Kvyat ständig im Nacken hing. "Kvyat war nicht wirklich eine Gefahr für mich. Er ist im Mittelsektor stark gefahren, doch dort konnte er mich nicht überholen. Auf der Geraden hatte er keine Chance."

Die Piloten stiegen nach eineinhalb Stunden Rennzeit sichtlich mitgenommen aus ihren Autos aus. So schwitzen sieht man sie sonst nur in Singapur und Malaysia. "Sao Paulo ist eine fordernde Strecke", räumt Hülkenberg ein. "Du hast wenig Erholphasen. Im Mittelteil folgt Kurve auf Kurve. Und selbst auf der langen Zielgeraden hast du immer vollen Zug am Nacken. Es geht immer links rum in schnellen Kurven. Dazu ist der Belag wellig, und es war relativ warm. Es ist eines der anstrengendsten Rennen des Jahres."

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