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Hybrid-Baukasten

Bosch entwickelt KERS

Foto: Wolfgang Wilhelm 17 Bilder

Der Automobil-Zulieferer Bosch will sein Hybrid-Knowhow künftig auch im Motorsport zum Einsatz bringen. Für verschiedene Rennserien von Formel 1 bis DTM entwickelt der Elektronik-Spezialist zur Zeit ein variables Baukasten-System.

12.11.2008 Tobias Grüner

Egal ob in der Formel 1, der DTM oder bei den Le Mans-Prototypen - Hybrid wird in vielen Rennserien ein Thema für die kommenden Jahre. Da will auch Technik-Zulieferer Bosch ein Wörtchen mitreden und ist bereits fleißig bei der Entwicklung eines eigenen Kinetic Energy Recovery System (KERS), das man den Teams und Herstellern anbieten möchte.

Große Bandbreite an Einsatzmöglichkeiten

Dabei umfasst das Bosch-System einen Elektromotor, eine elektrische Kontrolleinheit und einen Energie-Speicher, in dem die Bremsenergie von bis zu 750 Kilojoule gesammelt wird. Als Speicherform hält sich Bosch alle Türen offen und entwickelt parallel an einer konventionellen Lösung mit Lithium-Ionen-Batterien und einem Schwungradspeicher, wie er in der Formel 1 z.B. vom Williams-Team favorisiert wird.

Als alternativer Hybrid-Dienstleister will Bosch den Teams einen variablen Baukasten anbieten, der eine große Bandbreite von Einsatzmöglichkeiten abdecken soll. Auch für ein Formel 1-Projekt sei die Technik gerüstet. Als Partner der DTM und des Audi-Le Mans-Projekts dürfte aber zunächst ein Einsatz im Sport- und Tourenwagensport wahrscheinlicher sein.

Erste Gespräche laufen

Wie ein Sprecher von Bosch Motorsport gegenüber auto motor und sport bestätigte, habe es bereits erste Gespräche mit Teams und Verantwortlichen aus verschiedenen Rennserien gegeben. Konkrete Projekte konnten allerdings noch nicht gemeldet werden. Die Entwicklung finde derzeit noch auf dem Prüfstand statt. Aktuell suche man Partner, mit denen erste Prototypen und Versuchsträger entwickelt werden sollen.

Will Bosch wirklich ein Formel 1-Projekt realisieren, sollte sich das Unternehmen aus Stuttgart beeilen. Alle Teams sind schon in einer fortgeschrittenen Entwicklungsphase oder haben bereits feste Technologie-Partner. Welche Teams zum Saisonauftakt Ende März in Melbourne mit der neuen Technik am Start sind, ist allerdings noch offen.

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