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Hybrid-Technik

BMW liegt in Führung

Foto: BMW AG

BMW hat die ersten Runden mit seinem Hybridantrieb abgespult. Testpilot Marko Asmer legte am 15. Juli auf der Teststrecke von Miramas 48 Kilometer zurück.

18.07.2008 Michael Schmidt

Der Probelauf ging ohne Probleme über die Bühne. Anders als bei Honda, die gleich zwei Anläufe brauchten, um das KERS-System (Kinetic Energy Recovery System) zum Laufen zu bringen. Bei der Premiere auf einem spanischen Flugfeld hatten Interferenzen die Elektronik lahmgelegt. Die zweite Probefahrt in Silverstone funktionierte dann. Bis zum ersten echten Test muss Honda noch warten. "Wir rüsten gerade ein zweites Chassis für diesen Test mit KERS aus. Die ersten Versuchsfahrten haben wir mit einem Uraltchassis durchgeführt. Wir wollten nur die Funktionen prüfen", erklärt Teamchef Ross Brawn.

Erstes Interimsauto auf der Strecke

BMW ist schon viel weiter. Am Dienstag (22.7) nach dem Hockenheim GP wird Testpilot Christian Klien den ersten von vier Testtagen mit dem KERS-Versuchsträger bestreiten. Es handelt sich dabei um das Vorjahres-Chassis F1.07 , das mit den KERS-Elementen bestückt ist, also Elektromotor, Batterien und der Regelelektronik. Technikchef Willy Rampf verrät: "Man wird von außen erkennen, dass wir mit dem Hybridantrieb fahren. Die Verkleidung hat ein paar Ausbuchtungen, weil wir die zusätzlichen Komponenten irgendwo unterbringen mussten."

Bei dem Experimentalauto handelt es sich nicht um ein Interimsmodell. "Dieses Auto hat nichts mit dem nächstjährigen Fahrzeug zu tun", präzisiert Rampf. Es dient als reiner Versuchsträger für Funktionstests." Die BMW-Gegner Ferrari, McLaren-Mercedes und Williams-Toyota wollen Ende September zum ersten Mal ihre Hybrid-Prototypen testen. Je nach Fertigstellung sind die Testwochen vor oder nach dem GP Singapur eingeplant.

Feuerchen bei Red Bull

Auch Red Bull arbeitet fleißig an der Hybrid-Technik. Allerdings mussten die Bullen zuletzt einen kleinen Rückschlag hinnehmen. Bei Tests in der Fabrik verursachte ein Fehler an den Batterien einen kleineren Brand. Sogar die Feuerwehr wurde herbeigerufen. "Es ist besser, solch ein Problem tritt in einer kontrollierten Testumgebung auf, als am Auto an der Strecke", kommentierte Teamchef Christian Horner den Zwischenfall anschließend gegenüber dem britischen Magazin "autosport".

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