Das ist ein klares Bekenntnis von Mercedes zur Formel 1 und zu seinem englischen Partner McLaren. Trotz des verlorenen WM-Titels, trotz der Spionage-Affäre. Es ist aber auch der Wunsch von Mercedes dort Flagge zu zeigen, wo die Silberpfeile in den 20er Jahren geboren wurden. "Ferrari präsentiert in Maranello, BMW in München, Renault in Paris", zählt Mercedes-Sportchef Norbert Haug auf. "Da ist es nur logisch, dass wir unser Auto an historischer Stätte zeigen. So bekennen sich die Automobilhersteller zur Formel 1."
Ursprünglich hatte McLaren-Mercedes keine große Show geplant. Die beiden neuen Autos sollten sofort nach Jerez geflogen werden, wo ab Dienstag mit Lewis Hamilton, Neuzugang Heikki Kovalainen und Testpilot Pedro de La Rosa die Testfahrten beginnen. "Dann aber haben die Jungs in England so fix gearbeitet, dass sie einen Tag früher fertig wurden", erzählt Haug. "Da hat sich der Umweg über Stuttgart einfach angeboten."
Prominenz zu Gast
Es soll ein großer Rahmen werden, wenn am Montag das Tuch vom Silberpfeil, Jahrgang 2008, gezogen wird. Der Vorstandsvorsitzende Dieter Zetsche hat sich ebenso angekündigt wie Baden Württembergs Ministerpräsident Günther Oettinger. Angeblich soll auch Formel 1-Boss Bernie Ecclestone nach Stuttgart kommen. Das wäre ein weiteres Zeichen dafür, dass die Spionageaffäre zwischen McLaren und Ferrari Geschichte ist.
Ecclestone wünscht sich, dass der GP-Zirkus in Frieden in die neue Saison geht. Mercedes will auch seine Mitarbeiter im Stammwerk an der Präsentation teilhaben lassen. Norbert Haug verrät: "Wir haben 600 Mitarbeiter der Frühschicht zu der Veranstaltung eingeladen.





