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Immer weniger Reifenwechsel

Von 375 auf 225 Boxenstopps

GP Monaco - Williams - Reifenwechsel - Boxenstopp - Pirelli - Formel 1 - 2015 Foto: Pirelli 23 Bilder

Die Boxencrews bekommen immer weniger Arbeit. In den ersten 6 Rennen des Jahres gab es nur 225 Boxenstopps. Die niedrigste Zahl, seit Pirelli 2011 in die Formel 1 zurückgekehrt ist. Der Rekord steht bei 375 Stopps aus dem Jahr 2013.

03.06.2015 Michael Schmidt

Früher stand Pirelli in der Kritik, weil ihre Reifen nur Minutenbrenner waren. Heute kriegt es der italienische Reifenhersteller um die Ohren, weil die Reifen zu lange halten. "Wir können es keinem Recht machen", stellt Sportchef Paul Hembery mit Galgenhumor fest.

Seit Pirelli 2011 in die Königsklasse zurückgekehrt ist, gab es noch nie so wenige Boxenstopps. Im Jahr der Rückkehr wurden nach den ersten 6 Rennen 337 Boxenstopps gezählt. Die Zahl wurde 2013 sogar noch überboten. 375 Stopps sind der höchste Wert in fünf Jahren Pirelli-Monopol.

In Monte Carlo gab es mit 31 die wenigsten und in Barcelona mit 83 die meisten Stopps. 2013 war die Saison, in der Pirelli mit dem Stahlring in der Karkasse auf die Nase fiel. Seither ging es mit der Haltbarkeit der Pirelli-Sohlen ständig bergauf.

Einstopp-Rennen nehmen zu

Schon im letzten Jahr wurden von Melbourne bis Monte Carlo nur noch 261 Reifenwechsel und fünf Durchfahrtstrafen gezählt. In dieser Saison sind es noch einmal 36 Reifenwechsel weniger. Das liegt daran, dass die Hinterreifen dank der neuen Karkasse noch widerstandsfähiger sind und dass 2 Fahrzeuge weniger am Start stehen.

Negativrekord waren 17 Stopps in Australien. Am häufigsten wurde der Reifenservice in Bahrain gebraucht. Insgesamt 50 Mal. Mit Melbourne und Monte Carlo gab es bereits zwei Einstopprennen.

Ein echter Dreistopper war nur der GP Malaysia. Auch wenn Sieger Sebastian Vettel mit zwei Stopps über die Runden kam. Die Mehrheit der Piloten musste 3 Mal frische Reifen abholen. Das war früher auch in Barcelona so. In diesem Jahr kamen nur 6 der 20 Piloten 3 Mal zum Reifenwechsel an die Box.

Pirelli bleibt auf harter Linie

Die Fahrer und Teams, die sich früher über zu weiche Reifen beklagt haben, fordern jetzt weichere Sohlen. In Monte Carlo waren den Piloten selbst die Mischungen supersoft und soft eine Stufe zu hart. Pirelli will seine Reifenpolitik höchstens am Ende der Saison überdenken. Dann, wenn die klassischen Einstopprennen auf dem Plan stehen.

Wie sagte Pirelli-Präsident Marco Tronchetti Provera in Monte Carlo? "Es ist einfacher einen Reifen zu entwickeln, der eine Renndistanz schafft, als einen, der kontrolliert und sicher nur 10, 20 oder 30 Runden hält."

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