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Interview mit Daniel Ricciardo

"Es war mein schlimmstes Rennen"

Daniel Ricciardo - GP Kanada 2015 Foto: Red Bull 66 Bilder

Im letzten Jahr hat Daniel Ricciardo den GP Kanada gewonnen. Diesmal blieb er zum  ersten Mal in dieser Saison ohne Punkte und stand voll im Schatten von Teamkollege Daniil Kvyat. Ricciardo rätselt im Gespräch mit auto motor und sport über die Hintergründe.

09.06.2015 Michael Schmidt
Nur Platz 13. Was war heute los?

Ricciardo: Ich weiß es es nicht. Es war mein schlimmstes Rennen. Wie vor zwei Jahren. Da war Vergne so viel schneller als ich im Rennen und wir wussten nicht warum. Ein Jahr später gewinne ich und jetzt bin ich wieder dort, wo ich 2013 war. Ich kann trotzdem noch lachen. Weil ich weiß, dass irgendetwas mit dem Auto fundamental falsch war. Ich bin nicht eine Sekunde langsamer als Kvyat, und ich habe über Nacht nicht das Autofahren verlernt. Das Problem war groß, und deshalb wurde es ein frustrierender Nachmittag für mich. Ich hoffe, das Problem lässt sich schnell finden, und ich kann bald schon wieder ruhig schlafen. Es ist aber zu befürchten, dass wir etwas tiefer graben müssen.

Wie fühlte es sich im Auto an?

Ricciardo: Ehrlich gesagt, du kannst mit dem Finger gar nicht auf ein bestimmtes Problem hindeuten. Ich bin nur herumgerutscht und war einfach langsam. Mein Auto hatte mehr Abtrieb als das von Daniil. Trotzdem hatte ich weniger Grip. Dadurch haben sich auch die Reifen schneller abgenutzt.

Das hört sich nach einem grundlegenden Problem mit dem Auto an.

Ricciardo: Irgend so etwas muss es sein. Es ist eines dieser Probleme, wo du wirklich alle Möglichkeiten durchgehen musst. Es war so schlimm, dass ich mich gar nicht schlimm fühle. Weil da ganz offensichtlich ein Hund versteckt ist. Ich wurde diesmal auch noch von den Ferrari und Williams überrundet. Das darf nicht passieren. Daniil war zwar viel schneller als ich unterwegs, speziell am Ende des Rennens. Aber der neunte Platz kann auch nicht unser Ziel sein.

Könnte das Chassis gebrochen sein?

Ricciardo: Das werden wir in Österreich wissen. Dort bekomme ich turnusgemäß ein neues Chassis. Trotzdem kann ich mir nicht vorstellen, dass das Chassis schuld ist. Ich bin nie wild über die Randsteine oder hatte stärkere Berührungen mit der Mauer. Nichts, was einen Schaden erklären könnte. Ich denke, die Ingenieure finden mehr raus, wenn sie an den Laptops die Zahlen studieren.

Seit dem GP Spanien fahren Sie ohne größere Motorenprobleme. Kann Renault jetzt endlich auf Leistungssuche gehen?

Ricciardo: Schwer zu sagen. Während der Rennen muss ich immer noch relativ viele Änderungen an den Motoreinstellungen vornehmen. Es sieht so aus, als würden wir da je nach Phase des Rennens die Power modulieren. Ich kann aus meiner Position heraus nicht sagen, wie viel Vertrauen Renault schon in den Motor hat, um mehr Leistung rauszuholen.

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