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Interview mit Daniel Ricciardo

"Seb hat zu früh eingelenkt"

Sebastian Vettel - GP Mexiko 2015 Foto: xpb 22 Bilder

Daniel Ricciardo hatte in der ersten Kurve eine Kollision mit Sebastian Vettel und kam als Fünfter ins Ziel. Wir sprachen mit dem Australier über den Zwischenfall und warum er in Mexiko gegen Daniil Kvyat keinen Fuß auf den Boden brachte.

04.11.2015 Michael Schmidt
Wie verlief die Kollision mit Vettel aus Ihrer Sicht?

Ricciardo: Ich glaube, Seb hat einen zu frühen Scheitelpunkt gewählt. Mir blieb keine Wahl. Ich konnte mich nicht in Luft auflösen. Als ich sah, wie er reingezogen ist, habe ich versucht, aus der Falle rauszukommen, bin dabei innen auf den Randstein gekommen und von dort runter und in ihn reingerutscht.

Wann haben Sie zum ersten Mal gemerkt: Das wird jetzt aber eng?

Ricciardo: Als er angefangen hat einzulenken. Er ist ziemlich scharf nach innen gekommen. Da dachte ich mir schon: Entweder hat er mich nicht gesehen, oder er erwartet, dass ich nicht dagegenhalte. Aber zu dem Zeitpunkt standen wir beide noch auf der Bremse. Ich konnte nicht weiter verzögern.

Hatten Sie Sorge, dass Ihr Auto beschädigt war?

Ricciardo: Nicht wirklich. Wir haben uns ja nur mit den Rädern berührt. Glaubte ich jedenfalls. Deshalb hat es mich überrascht, dass er sich dabei einen Plattfuß zugezogen hat.

Haben Sie mit Vettel danach gesprochen?

Ricciardo: Nein. Ich habe nur gehört, dass er die Kollision anders sieht als ich.

Nicht mehr. Er hat nach dem Videostudium seine Meinung revidiert.

Ricciardo: Dann ist es gut.

Warum konnten Sie mit Ihrem Teamkollegen nicht mithalten?

Ricciardo: Mit den weichen Reifen hatte ich hinten keinen Grip. Deshalb waren der Anfang und das Ende des Rennens enttäuschend für mich. Da müssen wir noch einmal die Daten studieren. Auf dem harten Reifen bin ich Daniils Rundenzeiten gefahren. Leider blieb ich hinter Massa hängen und konnte nicht das zeigen, was möglich gewesen wäre.

Sie blieben mit dem ersten Reifensatz drei Runden länger auf der Strecke als Kvyat. War es Ihr Plan, am Ende mit frischeren Reifen noch mal anzugreifen?

Ricciardo: Wir mussten etwas anders machen, um an ihm vorbeizukommen. Ich habe gehofft, dass es mir am Ende helfen würde. Aber dann kam ja das Safety-Car.

Hat das Safety-Car den Williams geholfen?

Ricciardo: Definitiv. Ich denke, sie hätten ohne das Safety-Car noch einen zweiten Boxenstopp gebraucht. Oder ihre Reifen wären zum Schluss am Ende gewesen. Beim Re-Start hatten wir gegen Bottas keine Chance. Unglaublich, wie der auf der Geraden abging. Rückblickend hätte ich beim zweiten Boxenstopp nicht den weichen, sondern den harten Reifen nehmen sollen. Ich fühlte mich wohler damit. Bottas und die Mercedes liefen auch besser mit diesen Reifen.

Wie schwer war es, Massa abzuwehren?

Ricciardo: Er hatte mehr Probleme als Valtteri. Wenn Bottas hinter mir gewesen wäre, hätte ich mehr Schwierigkeiten bekommen. Felipe verlor im letzten Sektor immer Boden auf mich. Er war in der letzten Kurve nie richtig nahe an mir dran, dass er seinen Topspeed-Vorteil hätte nutzen können.

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